Städtebauförderung

Erster Schritt zum Geldtopf

Sieben Gemeinden rund um Steingaden haben ein Städtebauförderungs-Paket geschnürt, um an den lukrativen staatlichen Finanztopf zu kommen. Es ist etwas Besonderes im Altlandkreis Schongau. Jetzt wird der erste konkrete Schritt gemacht: Die Ausschreibungen gehen heraus.

Wildsteig/Steingaden – Gesucht wird ein Fachbüro, das das Entwicklungskonzept für die späteren Förderanträge herstellt. Dies gab VG-Geschäftsleiter Georg Krönauer im jüngsten Wildsteiger Gemeinderat bekannt.

Im November vergangenen Jahres hatten sich die Gemeindevertreter in Steingaden zu einer Infoveranstaltung der Regierung von Oberbayern zum Thema „Interkommunale Zusammenarbeit“ getroffen. Dafür wirbt der Bund mit seinem Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“, die Regierung will dieses in den ländlichen Raum tragen. Neben den Hausherren waren Abgesandte aus Bernbeuren, Böbing, Burggen, Prem, Rottenbuch und Wildsteig anwesend. Die Idee eines gemeinsamen Antrags auf Städtebauförderung fiel auf fruchtbaren Boden. Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer zum Beispiel erhofft sich dadurch zusätzliche Gelder – weil die Dorferneuerung derzeit nicht in Geld schwimme, wie er angesichts des im eigenen Dorf laufenden Entwicklungsprogramms feststellen musste. Zuletzt segneten im Dezember die Gemeinderäte in Wildsteig und Rottenbuch jeweils einstimmig den Beitritt zur Städtebauförderung und die Erstellung des nötigen Entwicklungs-Konzepts ab. Dieses wird nun auf den Weg gebracht: Die Ausschreibung beginnt jetzt, berichtete VG-Leiter Georg Krönauer nun in der Wildsteiger Sitzung. Die entsprechende Vorlage der Regierung für die Honorarabfragen wurde dazu um die Bedürfnisse der sieben Mitgliedsgemeinden ergänzt. Das Interesse der Fachplaner für den Auftrag scheint vorhanden: „Sechs bis sieben Büros“ hatten sich laut Krönauer bei einer Vorabfrage interessiert gezeigt, der Rücklauf dauert aber noch an. Die Interessenten bekommen in den nächsten Tagen den geforderten Leistungskatalog übermittelt und können ihr Angebot einreichen. Drei bis vier Büros sollen letztendlich in die engere Wahl kommen und sich den Bürgermeistern präsentieren dürfen. Dies wird wohl in den kommenden drei Wochen geschehen, wie Krönauer auf Nachfrage erklärt. Aller Voraussicht nach werden die Gemeinderäte entsprechende Beschlüsse fassen. Krönauer rechnet damit, dass im Lauf des März eine Entscheidung fällt.

Ist ein Ingenieurbüro gefunden, geht es an das Konzept. Dafür werden ein bis 1,5 Jahre veranschlagt, hieß es stets. Die geschätzten Kosten für die sogenannte Gebietsbetrachtung werden von der Regierung als Hausnummer mit rund 100 000 Euro angegeben. Allerdings können die Angebote im günstigen Fall darunter liegen. Immerhin sind 60 Prozent an Zuschüssen zu erwarten, der Rest wird auf die Gemeinden verteilt. Wie, muss allerdings noch geklärt werden.

Eine Möglichkeit wird laut VG-Leiter Georg Krönauer allerdings bereits diskutiert: „Eine Verteilung über die Einwohnerzahl steht im Raum.“

Rubriklistenbild: © dpa

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