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Die Wildsteiger Gemeindehalle soll an die südwestliche Ecke (l.) einen Anbau bekommen.

Gemeinderat Wildsteig 

Zuschuss für Hallenanbau ist fix

Wildsteig - Der geplante Anbau an die Wildsteiger Gemeindehalle hat eine wichtige finanzielle Hürde genommen: Das kommunale Bauvorhaben wird im Rahmen der Dorferneuerung gefördert. Diese erfreuliche Nachricht gab Bürgermeister Josef Taffertshofer im jüngsten Gemeinderat bekannt.

Das für die Dorferneuerung zuständige Amt für ländliche Entwicklung hat laut Taffertshofer den Zuschuss bewilligt. Gefördert werden 50 Prozent der Kosten. Der Bürgermeister setzt die Gesamtinvestition derzeit bei rund 300 000 Euro an. Aber noch können die Arbeiten nicht beginnen. Zwar hatte der Gemeinderat den Bauplan des heimischen Planers Josef Schilcher im Dezember vergangenen Jahres einstimmig abgesegnet, aber das abschließende OK der Kreisbehörde fehlt.

Der Bauplan für den neuen Heimat-und Kulturraum „hängt noch im Landratsamt“, erklärte Taffertshofer – weil die Stellungnahme von Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta aussteht. Wildsteigs Rathauschef rechnet aber damit, dass dies in den nächsten 14 Tagen erledigt sei. Kommende Woche sollen aber bereits die Bagger an der Halle anrücken: Die ebenfalls geplante Erweiterung des bisherigen Küchenbereichs an der Nordseite der Halle startet mit den Erdarbeiten. Die Aufträge für den Heimat- und Kulturraum an der südwestlichen Hallenecke möchte Taffertshofer in der Gemeinderatssitzung am 10. Mai vergeben. Anfang Juni, erwartet er, könnten dann die Arbeiten beginnen. Viel zeitliches Spiel gibt es nicht. „Der Rohbau muss heuer noch stehen“, gibt der Bürgermeister vor.

Wie berichtet, ist der Heimat- und Kulturraum eine Hallen-Erweiterung light. Das Projekt zieht sich mittlerweile schon mehr als zwei Jahre hin. Eigentlich hatten die Wildsteiger eine große Lösung an der Nordseite der gemeindeeigenen Immobilie im Blick gehabt. Doch die Kosten drohten von anfänglich geschätzten 350 000 Euro auf satte eine Million Euro zu explodieren. Deshalb zog der Gemeinderat Anfang 2015 die Reißleine, kippte das Vorhaben und verständigte sich auf den kleineren und günstigeren Heimat- und Kulturraum plus Küchenausbau. Eine Lösung, mit der dann auch der Trachtenverein „Alpengruß“ zufrieden war – die örtlichen Trachtler hatten nämlich wegen ihres eigenen Bedarfs für Proben und Aufführungen immer wieder neue Räume angemahnt.

Andreas Baar

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