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Die Wildsteiger Soatnmusi gestern Abend auf der Bühne im Gasthof zur Post.

Wildsteiger Pfingstsingen

„Kunstpflege des Volkes für das Volk“

Wildsteig - Das Wildsteiger Pfingstsingen hat auch nach 54 Aufführungen nichts von seiner Attraktivität verloren. Drei Stunden lang wurde gesungen, gejodelt und musiziert. Sieben Gesangs- und Instrumentalgruppen waren es diesmal.

"Das ist Kunstpflege des Volkes für das Volk.“ So brachte der Wildsteiger Professor Hans Pörnbacher seinen Eindruck auf den Punkt. Das sei durchwegs Volksmusik auf hohem Niveau gewesen. Für Max Bertl, Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, war es ein musikalischer Volksmusik- Querschnitt von Oberstdorf bis Salzburg. „Diese Vielfalt an Dialekten macht Bayern aus.“ Was Bertl besonders beeindruckt hat, war „die unbändige Leistung der Gesangs- und Instrumentalgruppen.“

Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer indes ist „mit Freude darüber erfüllt, dass das Pfingstsingen nach wie vor eine derartige Anziehungskraft ausübt“. Ein großes Lob für das hervorragende Programm zollte Taffertshofer dem ausrichtenden Wildsteiger Trachtenverein Alpengruß mit seinem Vorsitzenden Josef Berchtold und den beiden Musikwarten Anton und Viktoria Unhoch. Wildsteigs Bürgermeister war selbst jahrelang Mitwirkender beim traditionellen Pfingstsingen. Zuerst zusammen mit seinen drei Schwestern bei den „Geschwistern Taffertshofer“, später bildete er mit seiner Ehefrau Karin das „Duo Taffertshofer.“

 Das Pfingstsingen hat eine lange Tradition in Wildsteig. Mit einem Hackbrett hatte vor gut einem halben Jahrhundert alles angefangen. Auf einem Heimatabend wurde das Instrument gesegnet. Aus diesem Heimatabend wurde das Pfingstsingen – immer bestens organisiert vom Trachtenverein Alpengruß mit dessen jeweiligen Vorsitzenden. Bis zu 127 Sänger und Musikanten standen oftmals auf der Bühne im Gasthof zur Post.

Sieben Musikgruppen waren es bei der jüngsten Auflage. Aus dem gastgebenden Dorf kamen die Mooswieser Madln und die Wildsteiger Soatnmusi. Von außerhalb beteiligten sich die Miesbacher Pilsisaus Musik und die Geschwister Gaida aus Unterammergau sowie der Nättglü-3 Gsang aus Oberstdorf, der Raistinger Jugendchor und die Untergäu-Musi mit Pascher aus dem Salzkammergut. 37 Instrumental- und Gesangsstücke waren es insgesamt, die jeweils von Moderator Klaus Unhoch angekündigt wurden. Der Moderator selbst trug selbst mit kleinen Gedichten und Texten zu dem dreistündigen Abend bei. Die Besucher, bei etlichen steht das Pfingstsingen seit Jahren fest im Terminkalender, waren jedenfalls begeistert. Sie applaudierten den Akteuren oben auf der Bühne nach jedem Gesangs- oder Musikstück.

Walter Kindlmann

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