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Unter anderem wurde das Dach des Lernschilds heruntergerissen.

Zahlreiche Beschädigungen

Sinnlose Zerstörungswut am Peitinger Walderlebnispfad

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Peiting - Schon wieder haben Vandalen in Peiting zugeschlagen. Dieses mal tobten sie sich am Walderlebnispfad aus.

Liebevoll hegt und pflegt Hans Wörnzhofer den Peitinger Walderlebnispfad am Kalvarienberg. Viele Stunden investiert der Rentner jede Woche, damit der Lern- und Erlebnispfad für Familien ein attraktives Ausflugsziel in Peiting ist. Und dann das: In wenigen Minuten haben einmal mehr Vandalen ihre Zerstörungswut an den Lerntafeln ausgelassen: Das Holz ist gesplittert, die Dächer der Baum-Tafeln wurden mit Gewalt runtergebogen oder ganz vom Schild gerissen.

Vier Schilder sind zerstört, eine Tafel wurde komplett weggerissen, zieht Hans Wörnzhofer eine traurige Bilanz. Und das, wo doch jetzt endlich Ruhe eingekehrt war am Walderlebnispfad. „In den Jahren 2012 bis 2015 war gar nix“, sagt Pfad-Pfleger beim Durchblättern eines eigens angelegten Vandalismus-Aktes. Die Liste der Zerstörungen: Sie ist lang, beginnt im Jahr 2005 – und umfasst ganze drei Seiten.

Besonder schlimm muss es im Jahr 2008 gewesen sein. Darauf lassen Wörnzhofers Eintragungen schließen. Herausgerissene Steine, umgenietete Schilder, entfernte Richtungspfeile.

Auch bis diesmal wieder alles instand gesetzt ist, dürfte das dauern: Bretter schneiden, hobeln, zweimal streichen, wieder befestigen – das alles macht Hans Wörnzhofer in seiner Werkstatt im Keller. Die Pflege des Pfades ist aufwendig. „Aber ich mache es ja gerne“, betont er.

Auch, wenn ihm manches Kopfzerbrechen bereitet. Wie zum Beispiel die Frage, wo das Ruder abgeblieben ist, das jetzt am neuen Pfad „Römer und Welfen“ verschwunden ist. Übrig geblieben ist an der Ruder-Station lediglich das Loch, in dem das Ruder gesteckt hatte. „Wer klaut denn ein Holzruder?“, grübelt Wörnzhofer. Dekoration für den Partykeller oder die Terrasse vielleicht? Jedenfalls ist es weg.

Zur Anzeige bringt man solch einen Diebstahl, aber auch den Vandalismus am Pfad längst nicht mehr. „Das bringt doch nix“, sagt Hans Wörnzhofer schulterzuckend. Er macht sich über ein Brett, das in wenigen Tagen einem Lernschild ein neues Dach geben wird. Anpacken, statt Jammern, so die Devise. Wie schön wäre es, wenn die Vandalen ihre Energie auch in etwas so Positives umwandeln könnten, statt mühsam Errichtetes platt zu machen.

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