Mit der Skulptur „Strabo“ des Bernbeurer Künstlers Christian Huber (helle Kappe rechts) ist das Kunst-Quartett auf dem Hügel Reisach wieder komplett.  Foto: wk
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Mit der Skulptur „Strabo“ des Bernbeurer Künstlers Christian Huber (helle Kappe rechts) ist das Kunst-Quartett auf dem Hügel Reisach wieder komplett. Foto: wk

Zehn Jahre Skulpturen-Quartett bei Bernbeuren

Bernbeuren - Seit mittlerweile zehn Jahren stehen vier Skulpturen auf dem Hügel Reisach zwischen Bernbeuren und dem Haslacher See.

Zehn Jahre „Area Damasia“, Skulpturen am Berg. Pünktlich um 10 Uhr, zehn Minuten und zehn Sekunden steigen zehn Miniraketen in den Himmel. „Heute gilt, es die Singularität der Zeit zu feiern“, sagt Christian Huber. Zehn Jahre habe man „Area Damasia“ aufrechterhalten können und trotz einigem Ärger auch durchgestanden.

Der Initiator erinnerte vor den geladenen Gästen der Jubiläumsfeier an die zehnjährige Geschichte der Skulpturen oben auf dem kleinen Hügel Reisach nahe Bernbeuren und in direkter Sichtweite zum Haslacher See. Zugleich könne eine dreifache Singularität gefeiert werden. Nämlich das Datum 2000, die Gruppierung der Skulpturen zum Auerberg hin und den Nebel am Veranstaltungstag, „der uns nicht den schönsten Tag beschert“.

Von Anfang an standen oben auf dem Berg vier Skulpturen: „Jupiter“ von Christian Huber, „Himmelsstürmer“ von Iris Freifrau von Fircks-Huth, das „Lineare Modul“ von Hannelore Heigl und schließlich noch ein Werk des Landsberger Bildhauers Joachim Maria Hoppe. „Diese Figur wurde aber auf bestialische Art zerstört“, erinnert Huber. Er hat mit seinem neuen Werk „Strabo“ aber prompt dafür gesorgt, dass wieder die Vollzähligkeit von vier Skulpturen hergestellt worden ist.

Zur Historie der Kunstwerke auf dem Hügel sagte Christian Huber, „Area Damasia“ stehe im Kontext zur „Via Claudia Augusta“. Sie aktualisiere die Zugehörigkeit des vormaligen keltischen Oppidums „Damasia“, der späteren frühkaiserlichen römischen Höhensiedlung am jetzigen Auerberg. Und sie thematisiere zugleich den Ursprung der Zivilisationsgeschichte des Auerberglandes in der „La Tene“-Zeit (400-200 vor Christus) und der frührömischen Epoche. Die gestaltmäßige Form und die räumliche Nähe des Auerberges zum Hügel Reisach leite daher zum Namen „Area Damasia“ hin.

Die neue „Strabo“-Skulptur von Christian Huber, die das Quartett wieder vollzählig gemacht hat, steht übrigens ohne jegliche Befestigung in Schräglage. Der Grund dafür: Eine fiskalische Gewichtsverteilung im Innern der Skulptur findet hier eine Anwendung. Mehr wollte der Bernbeurer Künstler dazu aber nicht preisgeben.

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