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Feiert Jubiläum: Elke Keller leitet seit zehn Jahren das Schongauer Tierheim.

Zum Zehnjährigen

Elke Keller: Die Ersatzmama der Tiere feiert Jubiläum

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Sie ist der gute Geist des Tierheims, quasi die Ersatzmutter für all die Hunde, Katzen , Kaninchen, Hasen, Frettchen, Ratten und mehr. Und sie feiert heute ein kleines Jubiläum. Genau vor zehn Jahren wurde die gebürtige Berlinerin Elke Keller Nachfolgerin von Elke Nußbaum als Leiterin des Schongauer Tierheims. Ein Job, den sie bis zum heutigen Tage mit Hingabe ausfüllt.

Wenn man sich die Palette an Jobs ansieht, die Elke Keller bis zum heutigen Tag ausgeübt hat, kann man fast ein wenig überrascht sein, dass sie im Schongauer Tierheim hängengeblieben ist.

Geboren am 3. September 1953 in West-Berlin, wo sie auch aufwuchs und zur Schule ging, machte sie zunächst eine Lehre zur Optikerin und arbeitete auch in diesem Beruf. Später jobbte sie dann noch als Floristin und nach der Geburt ihrer ersten Tochter Janine, der heutigen Leiterin des Tierschutzvereins, in einer Textilagentur gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Uta. Dort wurde Plauener Spitze hergestellt.

Da ihr Lebensgefährte ein Bayer war, zog man schließlich dorthin – aus der Millionenstadt ins gerademal 29 Einwohner zählende Loxhub, (Gemeinde Bernbeuren). Von dort ging es weiter nach Wessobrunn und später nach Hohenfurch. Schon damals gehörten Tiere immer mit zur Familie, Hunde und Kleintiere bereicherten ihr Leben.

Doch das berufliche Multitalent Elke Keller hatte noch weitere berufliche Pläne. So eröffnete sie eines Tages in Schongau die Schuh-Oase, managte parallel Familie und Geschäft. Zwei Schicksalsschläge – die Trennung von ihrem Mann und die Geschäftsaufgabe des Schuhladens – erfolgten just in jener Zeit, in der im Schongauer Tierheim infolge von Querelen auch ein Umbruch anstand.

Tochter Janine, seinerzeit als Aushilfe im Tierheim beschäftigt, schlug prompt ihre Mutter als Nachfolgerin vor. Die Tochter erinnert sich: „Damals saß ich mit der zweiten Vorsitzenden Heidi Brennauer und Vorsitzendem Willi Huschka zusammen und wir besprachen die künftige Personalsituation.“ Das war 1999. Elke Keller stellte sich kurz darauf im Tierheim vor, das sie schließlich 2006 übernehmen sollte.

Kein Tag ohne Tiere

Seitdem vergeht für sie quasi kein Tag ohne Tiere – selbst bei der Hochzeit ihrer Tochter hatte sie Hundewelpen dabei, die mit der Flasche gefüttert werden mussten. Gerade die Flaschenkinder sind es, denen sie sich mit besonderer Hingabe widmet – seien es nun Hundewelpen oder Katzenbabys.

Tag und Nacht ist sie in all den Jahren im Einsatz der Tiere gewesen, Schlaf war für sie meist ein Fremdwort. Erst seit kurzem, seit man sich mit der Tiernotfallrettung Oberland zusammengeschlossen hat, kann sie zumindest nachts meist wieder durchschlafen. Denn dann übernimmt die Tiernotfallrettung den Dienst, kümmert sich um Tiere, die während der Nachtstunden aufgegriffen werden oder dringend Hilfe brauchen.

Wen wundert’s, dass neben dem Tierheim wenig Zeit für Hobbies bleibt. Für ihre beiden eigenen Hunde, einen Schäfer-Husky-Mix und einen Terrier-Mix, nimmt sie sich aber immer Zeit. Und dann sind da auch noch Blumen und das Gärtnern, das sie über alles liebt. Im Tierheim kann sie auch das bedingt ausleben, wenn mal Zeit für die Gestaltung der Beete bleibt.

Derzeit sind es aber vor allem Sorgen, die sie umtreiben. Das marode Dach, das saniert werden muss, Stationen, die neu geschaffen werden müssen.

Für sie liegt darauf das Hauptaugenmerk, weniger auf Feierlichkeiten zum Zehnjährigen. Und das wird dann auch nur im ganz kleinen, familiären Rahmen begangen. Tochter Janine, seit zwei Jahren Leiterin des Tierschutzvereins, und Sohn Maximilian, der ebenfalls seit etlichen Jahren im Tierheim mitarbeitet, werden gemeinsam mit der Mutter anstoßen. Mehr auch nicht, denn dann wartet wieder die Arbeit mit den eigentlichen „Hauptpersonen“ – den Tieren.

Stephan Penning

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