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Der Baufortschritt am 27. Juli. Am Donnerstag, 30. Juli, soll alles fertig sein.

Nach acht Wochen

Im Zeitplan: Kreisverkehr wird am Donnerstag fertig

Peiting - Der Verkehrsfluss am Weilheimer Hof in Peiting nimmt seinen (fast) gewohnten Lauf, der neue Kreisverkehr ist nach acht Wochen Baustelle fertiggestellt.

Schon vor einer Woche wurde die Bau-Ampel abmontiert, die während der gesamten Bauphase die riesige Baustelle im Ort weiterhin einspurig befahrbar gemacht hat. Im Lauf des heutigen Tages dann der letzte Baustellen-Streich: Die letzte Spange hin zur Münchener Straße – bis dato komplett geschlossen – wird geöffnet und für den Autoverkehr freigegeben.

Damit sind alle drei Einfahrten des Kreisverkehrs befahrbar: Besagte Münchener Straße, Schongauer Straße Richtung Schongau und Schongauer Straße Richtung Ortsmitte. Auch Fußgänger können wieder ihrer gewohnten Wege gehen. Auch die Gehsteig-Arbeiten sind fertig.

„Was fehlt, sind nur noch Kosmetik-Arbeiten“, erklärt Gerhard Habersetzer, im Kreisbauamt zuständig für das Groß-Projekt. Ein wenig ist ihm die Erleichterung anzusehen. Schließlich kann bei so einer Baustelle schon ziemlich viel schief gehen. Rein theoretisch zumindest. Denn: Tatsächlich hat so ziemlich alles gut geklappt. Die Bauzeit ist genau eingehalten worden, nach sieben Wochen konnte – wie geplant – die Ampelschaltung demontiert werden, jetzt, nach acht Wochen Gesamtbauzeit ist tatsächlich alles fertig. Lediglich der Asphalt, der noch ein wenig über die Straße ragt, muss noch abgeschnitten und gesäubert werden. Und die Bordsteinkanten werden noch weggefräst. Noch angebracht werden auch die Markierungen, die Fußgängern als Querungshilfe im Kreisel-Bereich dienen sollen. Auch eine Linksabbiegespur in die Aral-Tankstelle wird noch aufgesprüht. Die Markierungsarbeiten erfolgen im normalen Verkehrsbetrieb. Das war's dann auch schon. Selbst die Beschilderung ist schon fertig, damit sich auch ab morgen jeder zurecht findet im neuen Kreisverkehr.

Mit dem Ablauf insgesamt ist man im Bauamt recht zufrieden, meint Gerhard Habersetzer. Es sei alles recht human abgelaufen. Die Verkehrsteilnehmer seien „vernünftig“ gewesen – selbst an dem Tag als die Bauampel einmal zu „spinnen“ begann und die Autos in der Baustelle plötzlich aufeinander zufuhren. Alles ging gut, nichts ist passiert. Das gilt vorab auch für den finanziellen Ablauf. Konkret kann man hierzu allerdings noch nichts sagen. Bezahlt worden ist bisher lediglich eine Abschlagzahlung an die Baufirma, eine Schlussrechnung ist noch nicht erstellt. Die dürfte hoffentlich ein wenig günstiger werden als erwartet. Da war doch noch was? Ach, ja, die Sache mit dem billigen China-Granit, den die Baufirma im Kreisel verbaut hat, obwohl die Gemeinde Peiting doch europäischen Granit ganz klar ausgeschrieben hatte. Unterm Strich macht das allerdings nicht die Welt aus. 2000 bis 2500 Euro vielleicht, hat Gerhard Habersetzer nachgerechnet. Bei Gesamtkosten von knapp 400 000 Euro: ein Klacks. Die Gesamtsumme beinhaltet auch die Arbeiten am Kanal und an den Wasserleitungen, die im Zuge der Großbaustelle gleich mitgemacht worden sind. Die machen zirka 60 000 bis 70 000 Euro aus. Zirka 320 000 bis 330 000 Euro dürfte der Kreisverkehr gekostet haben. Für die gesamte Baumaßnahme gibt’s allerdings ordentlich Fördermittel vom Staat: insgesamt 230 000 Euro fließen aus dem Staatssäckel an die Gemeinde.

Ob sich der (finanzielle) Aufwand gelohnt hat, wird sich zeigen, wenn der vergleichsweise kleine Kreisel heute mit allen Einfahrten an den Start geht. Die nächste Herausforderung liegt dann nicht mehr organisatorisch bei der Gemeinde, sondern bei den Fahrern von Sattelzügen, die hier nicht leicht um die Kurve kommen dürften.

bas

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