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Zwei Standorte für die Kaffeerösterei sind vorgeschlagen, der Gemeinderat hätte die Manufaktur lieber in der Ortsmitte (Foto des Gebäudes am Marktplatz) als oben auf dem Auerberg.

Aus dem Gemeinderat

Kaffeerösterei für Bernbeuren?

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Bernbeuren bekommt vielleicht eine Kaffeerösterei. Ein Unternehmen aus dem brandenburgischen Strausberg hat eine Bauvoranfrage gestellt, entweder direkt am Marktplatz oder in den Räumlichkeiten des ehemaligen Kreisjugendheims auf dem Auerberg eine gläserne Manufaktur einzurichten, eventuell auch mit Stehcafé.

Bernbeuren – „Ein Kaffeeduft liegt in der Luft.“ Dies könnte bald in Bernbeuren der Fall sein, wenn sich das Unternehmen aus Brandenburg tatsächlich dazu entschließt, nach Bernbeuren zu gehen. Zwei Standorte für die geplante Kaffeemanufaktur stehen zur Wahl, wobei der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung keinen Hehl daraus machte, dass er den Betrieb lieber im Dorf – am Marktplatz 7 – lassen würde.

Was ist geplant? Angedacht ist ein Ein-Mann-Betrieb zum Rösten und Verarbeiten von rohem Kaffee, und zwar bis zu 30 Kilogramm pro Stunde. Der geröstete Kaffee wird dann teils als ganze Bohne, teils gemahlen verpackt und ausgeliefert. Der Röstbetrieb an der bisherigen Produktionsstätte läuft seit dem Jahr 2013. Der Antragsteller strebt eine Produktionsmenge von 1000 Kilo pro Monat an, was rechnerisch durchschnittlich 33,3 Kilo pro Tag bedeutet. Auch wenn sich das Geschäft entsprechend positiv entwickeln würde, versichert der Antragsteller, dass über ein Vierteljahr gerechnet nicht mehr als 500 Kilo Kaffee pro Tag geröstet werden sollen.

Interessant für Bernbeuren und für seine Besucher: Geplant ist eine Art gläserne Manufaktur, bei der Interessierte beim Rösten zusehen und den Kaffee auch direkt vor Ort erwerben können. Mit Blick auf Ausflügler und Touristen soll das „Schaurösten“, wie es in der Bauvoranfrage genannt wird, auch am Wochenende angeboten werden. Der Röstbetrieb soll im Regelfall zwischen 9 und 16 Uhr vonstatten gehen, der Antragsteller möchte seinen kleinen Betrieb jedoch so flexibel halten, dass bei sehr großer Nachfrage theoretisch auch ein Dreischichtbetrieb möglich sein soll – was voraussichtlich jedoch auf nur wenige Betriebstage im Jahr beschränkt ist.

Die Bauvoranfrage wurde im Gremium durchwegs positiv aufgenommen. Allerdings wurde deutlich gemacht, dass man den Standort Marktplatz 7 bevorzuge, schon allein wegen des Lieferverkehrs, aber auch wegen der Parkplatzfrage unmittelbar am Panoramagasthof und einer möglichen Konkurrenz bei einem Stehcafé. Letzteres wollen die Gemeinderäte am Auerberg auf keinen Fall haben, im Dorf aber wohl, wie Vize-Bürgermeister Markus Socher deutlich machte: „Das wäre für alle von Interesse, das belebt das Dorfgebiet.“ Auch Bürgermeister Martin Hinterbrandner befand ein Stehcafé im Dorf für gut. Natürlich werde es dann im Ort nach Kaffee riechen, aber die Zustimmung erfolge ohnehin vorbehaltlich der Einhaltung von sämtlichen Grenzwerten.

Seitens der Gemeinderäte gab es dann auch keine Einwände gegen die Planung, man stimmte einstimmig zu. Den Vorbescheid muss nun das Landratsamt erlassen.

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