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Der Plan steht schon lange: Christian Grundner möchte eine Garnelen-Farm in Altenstadt bauen.

Zucht-Vorhaben in Altenstadt

Garnelen-Farm: Zuschuss-Irrsinn verzögert Projekt

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Altenstadt - Was ist eigentlich mit der geplanten Garnelen-Farm in Altenstadt? So viel sei verraten: Sie kommt. Auch wenn die ursprünglich geplante Vorreiterrolle in Bayern vom Tisch ist. 

Östlich des Heizkraftwerks in Altenstadt sollte die erste Garnelenfarm Bayerns entstehen – eigentlich. Vorreiter sind jetzt zwei Jungunternehmer, die in Langenpreising, einem 3000-Seelen-Dorf im Landkreis Erding, die auf der Speisekarte beliebten Krabbentiere züchten (siehe Blickpunkt-Seite). Für Altenstadts Visionär Christian Grundner ist das kein Problem: „Ich bin sogar froh, dass sich auch andere mit dem Thema auseinandersetzen, man so Erfahrungswerte austauschen kann.“

Das Großprojekt „Garnelenhof im Pfaffenwinkel“ ist also definitiv nicht gestorben, auch wenn davon seit Monaten nichts mehr zu hören war. Der einzige Grund, warum der sogenannte Zehnfußkrebs „Litopenaeus vannamei“ noch immer nicht im Schongauer Altlandkreis gezüchtet wird: Fördergelder, die Grundner unbedingt einstreichen wollte.

„Wir haben damals die erste Förderphase knapp verpasst.“ Und die zweite? „Die gibt es zwar schon seit Januar 2014, allerdings war bis vor kurzem nicht bekannt, für welche Kriterien man einen Zuschuss bekommt.“ Erst vor wenigen Wochen – Bürokratie-Wahnsinn sei Dank – erfuhr Grundner die Gründe der Förderfähigkeit. Das aus seiner Sicht niederschmetternde Ergebnis: „Wir haben zwei Jahre umsonst gewartet.“ Denn der Europäische Meeres- und Fischereifonds, kurz EMFF, fördert bis zum Jahre 2020 ausschließlich Investitionen von maximal 250 000 Euro.

Ein Betrag, den Grundners Vorhaben um Welten übersteigt. Er plant zwei Hallen, die je 50 Meter breit, 80 Meter lang und rund 4,5 Meter hoch sind. Darin aufgebaut werden jeweils vier große Zuchtbecken, in denen insgesamt 36 Tonnen Garnelen pro Jahr produziert werden. Gesamtkosten pro Halle: 2,2 bis 2,5 Millionen Euro. „Wir versuchen jetzt, unsere Bauplanung so zu optimieren, um wenigstens dadurch Kosten einzusparen.“

Bis dahin verfolgt Grundner die Entwicklung der Garnelen-Industrie ganz genau. In Langenpreising, vor allem aber am anderen Ende der Welt. Dort werden die Garnelen unter teilweise widrigsten Bedingungen hergestellt – für Mensch und Tier. Grundner spricht von komplett ungeschützten Löchern, die einfach in den Boden gegraben und mit Wasser aufgefüllt werden. Er spricht von Hungerlohn. Und von schwermetallverseuchtem Wasser, das ins Grundwasser gelangt, von dem die ausgebeuteten Arbeiter überleben sollen. „Ein ökologischer Nonsens“, den es in Altenstadt definitiv nicht geben wird.

js

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