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Ein Blick auf den Stadtfriedhof in Schongau aus der Vogelperspektive. In der hinteren Ecke wird ein Zugang zum dahinter angrenzenden Parkplatz geschaffen.

Wand-Durchbruch

Weiterer Zugang zum Schongauer Stadtfriedhof

Schongau - Für den Stadtfriedhof in Schongau wird jetzt ein weiterer Zugang geschaffen. An der nordwestlichen Ecke ist der Mauerdurchbruch bereits erfolgt. Allerdings ist der neue Eingang zum Gottesacker nicht barrierefrei. Er erfolgt über eine kleine Treppe, nicht über eine Rampe.

Dieser zusätzliche Friedhofseingang hat sich geradezu angeboten, denn gleich hinter der Friedhofsmauer befindet sich ein Parkplatz (mit Zufahrt von der Münzstraße). Das Problem: Parkplatz und Friedhof haben ein unterschiedliches Höhenniveau. Der Parkplatz liegt rund einen Meter tiefer als der Friedhofsbereich. Für einen barrierefreien Zugang hätte man eine lange Rampe benötigt. „Sehr aufwändig und teuer“, hatte es bereits vor einem halben Jahr im Schongauer Bauausschuss geheißen. Deshalb sprachen sich die Räte damals schon für eine Treppe aus.

Das Bauamt hat die Angelegenheit jetzt angepackt und die Friedhofsmauer durchbrochen – und zwar ganz am Ende in der hinteren Ecke. „Wir wollten die Mauer nicht zerteilen“, so die Argumentation von Stadtbaumeister Ulrich Knecht. Somit gehen auch keine Stellplätze auf dem Parkplatz verloren.

„Der neue Zugang kann ideal in das Wegenetz des Friedhofs eingegliedert werden“, bestätigt auch Bauamtsmitarbeiter Robert Thomas. Der Durchbruch sei dort erfolgt, wo sich parkplatzseitig zwei Bäume und ein Entlüftungsschacht befinden.

Der Durchbruch in der Friedhofsmauer. Die schmiedeeiserne Tür fehlt noch.

Stadtbaumeister Knecht geht davon aus, dass die Fertiggaragen neben der Aussegnungshalle mittelfristig wegkommen. Außerdem soll dieser Bereich in das „Inwertsetzungskonzept“ der Stadtmauer einbezogen werden. Bekanntlich ist der Wehrgang im Bereich der Aussegnungshalle unterbrochen. Und nachdem es Pläne gibt, die Stadtmauer vom Münzgebäude bis zum Klosterhof – also in einem größeren Umfang – begehbar zu machen, muss man sich was einfallen lassen, um die Aussegnungshalle zu umgehen.

Da würde sich der neue Zugang zum Friedhof geradezu anbieten – quasi als kurze Umleitung für Begeher des Wehrgangs.

Ob die Pläne mit der Begehbarmachung der Stadtmauer im Friedhofsbereich zum Tragen kommen, hängt davon ab, ob es finanziell überhaupt machbar ist. Außerdem haben auch die Denkmalschützer noch ein Wörtchen mitzureden.

Als erster wird jetzt einmal eine schmiedeeiserne Tür für den Durchbruch der Schongauer Friedhofsmauer angeschafft. Sie soll ähnlich gestaltet sein wie das Tor zum bisherigen Friedhofseingang. Und die Stahltreppe muss installiert werden. Erst dann kann der zusätzliche Zugang zum Gottesacker freigegeben werden.

Michael Gretschmann

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