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Gesichter vom Büro Köhler Architekten: Christian Merk von der Geschäftsleitung (links), Marinella Furio und Simon Winter. 

Bürger- und Vereinehaus Denklingen

Den Zuschlag bekommt der Zweitplatzierte

Denklingen - In der Frage, wer das geplante Bürger- und Vereinezentrum in Denklingen federführend plant, ist nun endgültig eine Entscheidung gefallen: Den Zuschlag bekam nicht der Erstplatzierte des Architektenwettbewerbs.

Nachdem weitere Kriterien zur Leistungsfähigkeit der drei Preisträger geprüft wurden, erhielt das Büro Köhler Architekten aus Gauting zusammen mit den Landschaftsarchitekten „Die Grille“ aus Penzberg den Zuschlag für das Millionenprojekt Bürger- und Vereinshaus Denklingen. Der Gemeinderat hat am Mittwochabend ohne Diskussion einstimmig dem Vorschlag des Preisgerichts zugestimmt, den Auftrag an diese Planungsgemeinschaft zu vergeben.

Nicht zum Zug gekommen ist damit das Planungsduo mit den jungen Architekten Kaiser+Ney aus Frankfurt. Es hat beim Realisierungswettbewerb für das Bürger- und Vereinezentrum noch den ersten Platz belegt.

40-Punkte-Rückstand aufgeholt

Im zweiten Teil des Verfahrens, der dem im Oktober abgeschlossenen Architektenwettbewerb folgte, konnten die Repräsentanten des Gautinger Büros – der vollständige Name heißt Köhler Architekten und beratende Ingenieure GmbH – zusammen mit den selbstständigen Landschaftsarchitekten vom Büro Die Grille in Penzberg einen 40 Punkte-Rückstand aufholen. Die Kriterien, die dabei abgeklopft wurden, zählen genauso wie der vorausgegangene Wettbewerb, in dem insgesamt 240 Punkte zu vergeben waren.

Beide Abschnitte im Verfahren sind mit 120 Punkten gleich gewichtet worden. Bis Februar 2016 soll der Architektenvertrag unter Dach und Fach sein, blickt Bürgermeister Michael Kießling voraus. Die folgenden Monate stehen im Zeichen der Planung.

Spezialisten für Schulgebäude

Der Schwerpunkt des Büros Köhler liegt auf öffentlichen Schulbauten. So waren die Planer aus Gauting federführend mit der Generalsanierung des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums und der Johann-Winklhofer-Realschule in Landsberg befasst. Diese Maßnahme erstreckte sich von 2010 bis 2012; die Bausumme betrug knapp 14 Millionen Euro. Ebenso war das Büro Köhler Architekten, das fast 40 Mitarbeiter hat, mit der Bauleitung zur Erweiterung der Realschule in Dießen betraut.

Bürgermeister rechnet mit acht bis zehn Millionen Euro Kosten

Für das Bürger- und Vereinezentrum in Denklingen mitsamt Sportflächen gibt es bislang noch keine belastbare Kostenschätzung. Rathauschef Michael Kießling nannte auf der Bürgerversammlung erstmals eine grobe Ziffer. Es sei inklusive Grunderwerb mit einem Betrag für das zwölf Hektar große Gelände mit einem Betrag von acht bis zehn Millionen Euro zu rechnen.

Die Vergabe des Planungsauftrages reicht vorerst bis zur Phase fünf unter den acht Bereichen in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieurleistungen). Mit Stufe fünf ist die Ausführungsplanung gemeint, die im Hochbau oft auch als Werkplanung bezeichnet wird. Theoretisch kann die Gemeinde als Bauherr danach in der Bauphase andere Planer mit der Fortführung betrauen. Dies kommt in der Praxis aber nur selten vor– im Fall großer Unzufriedenheit.

Mit Abschluss des Architektenwettbewerbs und der Bewertung der Büros ist auch der Auftrag des begleitenden Büros Elwert & Stottele aus Ravensburg erfüllt. Offen ist nach den Worten von Bürgermeister Kießling noch, ob die Gemeinde das große Projekt mit dem Architekturbüro abwickelt oder ob dafür ein externer Projektsteuerer engagiert wird.

Verschiedenste Kriterien wurden geprüft

In der Beurteilung der drei Preisträger-Büros wurden mehrere Kriterien abgeklopft. Eines davon war, wie gewisse Anliegen der Gemeinde weiterentwickelt werden können. Ein zweites war die Bieter-Präsentation, ein drittes die Vorstellung des zuständigen Projektteam. Weitere Stichwörter waren die Präsenz vor Ort (Bauüberwachung), die Ermittlung und das Controlling der Kosten und die terminlichen Ziele für das Millionenprojekt.

Der Entwurf des Büros Köhler Architekten sieht einen zirka 120 Meer langen Baukörper vor, der am Buchweg allerdings in West-Ost-Richtung verläuft. Kritikpunkte im Architektenwettbewerb waren unter anderem die zu wenig geplanten Stellplätze, die Gestaltung des Daches mit Blick auf Bauunterhalt und Energiekosten sowie der nicht barrierefreie Zugang zum Landjugendraum.

Johannes Jais

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