Der zweite Raubüberfall in Schongau innerhalb von 14 Tagen: War's der gleiche Täter?

Schongau - Das war jetzt schon der zweite bewaffnete Raubüberfall innerhalb von 14 Tagen in Schongau, und auch diesmal konnte der Täter unerkannt entkommen. Die zuständige Kriminalpolizei Weilheim steht offensichtlich vor einem Rätsel. „Die Ermittlungen laufen“ - mehr können die Kripoleute derzeit nicht sagen.

Rückblende: Am frühen Morgen des 15. Januar war in der Schongauer Spielothek „Pik As“ an der Altenstadter Straße eine Bedienung von einem bewaffneten Mann überfallen und mit einem Barhocker brutal niedergeschlagen worden. Mit dem Geldbeutel der Bedienung war der Täter anschließend geflüchtet.

Auch bei dem Überfall auf einen 55-jährigen Angestellten des DB-Reisezentrums im Schongauer Bahnhof am vergangenen Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr bedrohte der Täter sein Opfer mit einer Handfeuerwaffe. „Aufgrund der bedrohlichen Situation habe der Angestellte der Aufforderung des Täters Folge geleistet und diesem einen verhältnismäßig geringen Betrag Bargeld ausgehändigt“, teilte Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mit.

Nach Angaben des überfallenen DB-Mitarbeiters sei der Täter etwa 25 Jahre alt und bei normaler Statur etwa 175 Zentimeter groß gewesen. Er habe reines Hochdeutsch gesprochen sowie eine dunkle Bekleidung und eine schwarze Maske getragen.

Dunkel gekleidet war auch der Räuber vom „Pik As“, doch dieser hatte nicht mit einer schwarzen, sondern mit einer roten Maske sein Gesicht verhüllt.

Die Mitarbeiter im DB-Reisezentrum in Schongau zeigten sich einen Tag nach dem Überfall immer noch betroffen. Wie es dem überfallenen Kollegen geht, wollte die Heimatzeitung wissen. Doch dazu wollte bzw. durfte man in Schongau nichts sagen. „Auskunft darüber gibt der Bahnsprecher in München“, hieß es lapidar. Doch auch der hüllt sich in Schweigen. „Weil es sich um laufende Ermittlungen handelt“, so die Begründung.

Auch die Polizei hält sich mit Auskünften derzeit noch zurück. Ein schneller Fahndungserfolg ist anscheinend nicht in Sicht. Stattdessen wird die Bevölkerung noch einmal um Mithilfe gebeten. Wer hat zur Tatzeit am vergangenen Montag gegen 16.30 Uhr im Bereich des Schongauer Bahnhofs auffällige Personen, insbesondere mit der beschriebenen Bekleidung, gesehen?

Sachdienliche Hinweise werden von der Kriminalpolizei Weilheim unter der Telefonnummer 0881/6400 entgegengenommen.

mg

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