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Sorgenkind Fahrbahn: An der B 23 bei der Schnaitbergkurve wird der Straßendamm abgesichert, auch eine Drainage wird verlegt.

Zwischen Rottenbuch und Peiting

Baggereinsatz an der B 23

Rottenbuch - Die B 23 ist zwischen Rottenbuch und Peiting seit Wochenanfang gesperrt. Grund sind die Arbeiten an dem abgerutschten Straßenstück am Schnaidberg. Trotz Regenwetters hofft das Staatliche Bauamt, den Zeitplan einzuhalten. Ende nächster Woche soll die Straße wieder frei sein. Die Polizei wirft derweil ein Auge auf ein Schlupfloch.

Am Ende blieb dem Staatlichen Bauamt nur die umfangreiche Sanierung übrig: Auf der B 23 hatte sich am Schnaidberg die Straße nach den Mai-Regengüssen weiter so stark abgesenkt, dass Handlungsbedarf bestand (SN berichtete). Seit Montag ist deshalb die Bundesstraße zwischen Rottenbuch und Peiting gesperrt, eine Rottenbucher Firma ist mit Baggern angerückt. Die Baukosten gibt das Straßenbauamt mit rund 120 000 Euro an, sie trägt der Bund.

Was bisher gemacht wurde

Sven Maertz, im Staatlichen Bauamt Weilheim zuständig für die Landkreisstraßen, listet das bisher Gemachte auf: die Rodungsarbeiten, eine Ableitung für die Tiefentwässerung im Hangbereich und der Baubeginn der Straßendamm-Sicherung mit großen Steinen. Derzeit wird eine Drainage am Berg neben der Fahrbahn hergestellt – um das oberhalb der Straße anfallende Wasser in die neuverlegte Ableitung zu befördern. Außerdem hat die Firma mit dem Dammaufbau begonnen. Maertz: „Für Erdarbeiten und Steinaufschichtung arbeiten drei Bagger gleichzeitig.“

Für kommende Woche sind weitere Erdarbeiten vorgesehen, außerdem werde die neue Böschungsfläche „als Waldfläche kultiviert“. Ist das Wetter trocken, sind für Donnerstag, 14. Juli, Asphaltierungsarbeiten vorgesehen. Ab dem nächsten Tag werden dann die Bankette gebaut und die Schutzplanken installiert. „Anschließend kann der Verkehr freigegeben werden“, sagt Maertz. Laut Plan ist die B 23 bis Freitag, 22. Juli, gesperrt. Derzeitiger Stand der Dinge: „Der Zeitplan funktioniert trotz des schlechten Wetters noch“, rechnet der Straßenbauer und spricht von einer „tollen Leistung“ der Baufirma.

Gesperrt: Der Verkehr wird von der Echelsbacher Brücke nach Steingaden und auf die B 17 geleitet.

Seit Montag wird der Hauptverkehr über Steingaden und die B 17 geführt. Auf der Staatsstraße an Wildsteig vorbei und der Bundesstraße hat der Verkehr spürbar zugenommen. Wegen der Lastwagen und Busse brauchen Autofahrer Geduld. Eine zweite Strecke führt von Rottenbuch über Rudersau nach Ilgen und auf die B 17. Auf dieser Straße fahren seitdem deutlich mehr Autos, so mancher Ortsunkundiger tut sich auf der kurvigen Route schwer.

Doch Staatliches Bauamt und Polizei ziehen bislang ein positives Fazit der Umleitungen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Beschwerden vor“, sagt Maertz. Allerdings: „Die Beschilderung wegen der Vollsperrung wurde noch ergänzt“ – manchen Autofahrer war der Stand der Dinge wohl nicht klar geworden.

Bei der Polizei gab's Beschwerden

Beschwerden sind allerdings bei der Schongauer Polizei eingegangen. Laut stellvertretendem Inspektionsleiter Manfred Maier geht es um „eine Ausweichstrecke“, die allerdings für den Verkehr gesperrt ist: Die alte Straße an der Schnaidbergalm vorbei wird als kürzere Alternative zur weiträumigen Umleitung genutzt. Sogar Sattelzüge sind laut Maier auf der engen Straße gesichtet worden. Einzig RVO-Busse dürfen durchfahren, sie haben eine Sondergenehmigung. Die Polizei will das Schlupfloch schließen. „Wir kontrollieren dort zu unregelmäßigen Zeiten“, kündigt Maier an. Auf der mehr belasteten B 17 zwischen Steingaden und Peiting will die Polizei dagegen nicht verstärkt Präsenz zeigen. Die Strecke „wird aber beobachtet“, sagt Maier.

Die Umleitung über Steingaden fällt an diesem Sonntag jedoch flach. Wegen des dortigen Trachtler-Festzugs wird der Verkehr nur über Ilgen und Rottenbuch geleitet.

Andreas Baar

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