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Symbolbild

Bundestagswahl 2017

260 000 Stimmzettel müssen neu gedruckt werden

Ups, Fehler! Für den Wahlkreis Starnberg-Landsberg müssen die Bundestagswahlzettel komplett neu gedruckt werden. 

Starnberg – Für die Bundestagswahl am 24. September müssen für den Wahlkreis Starnberg rund 260 000 Stimmzettel neu gedruckt werden. Bei der Lieferung der Paletten gestern fiel auf: Bei einem Namen einer Landesliste fehlt ein „e“, der Name ist damit falsch – und die Zettel wandern in den Reißwolf. Die Zuständigen im Landratsamt sind zerknirscht, aber trotzdem gut in der Zeit.

Einige Gemeinden hatten schon Mitarbeiter abgestellt, die gestern Nachmittag nach Starnberg zum Abholen der Stimmzettel fahren sollten. Sie alle blieben zu Hause, denn bei der Überprüfung der Stimmzettel unmittelbar nach der Lieferung fiel auf: Ein Name ist falsch, weil ein e am Ende fehlt. Betroffen ist die Landesliste einer Partei, die kaum jemand kennt: die „V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer“. Das spielt aber keine Rolle. Auf Rückfrage beim Landes- und beim Bundeswahlleiter bekam Kreiswahlleiter Holger Albertzarth klare Aussagen: Die Stimmzettel sind unbrauchbar und müssen vernichtet werden. Das fehlende e war wohl beim Gegenlesen nicht bemerkt worden. 

Der Fehler könnte so gravierend sein, dass die Abstimmung anfechtbar wäre, wenn auch nur im Wahlkreis Starnberg. Zu dem gehören neben dem Landkreis noch alle Gemeinden des Landkreises Landsberg und die Stadt Germering. Die Auslieferung wird sich nun um etwa zwei Wochen verschieben.

Kreissprecher Stefan Diebl bleibt guter Dinge: „Das ist nicht dramatisch, weil wir gut in der Zeit sind.“ War das ein teurer Fehler? Eher nicht, erklärt Stefan Diebl. Die Druckkosten liegen im „unteren vierstelligen Bereich“, also bei einigen Tausend Euro. „Aber es ist ärgerlich, keine Frage.“

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