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Abschied von zukünftigem Professor

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Feierten mit der Kirchengemeinde Abschied (v.l.): Stefan Reimers, Marcel Nieden und Dorothea Bezzel.  Foto: svj
Feierten mit der Kirchengemeinde Abschied (v.l.): Stefan Reimers, Marcel Nieden und Dorothea Bezzel. Foto: svj

Gilching - Die Evangelische Kirchengemeinde St. Johannes in Gilching hat sich gestern von Pfarrer Marcel Nieden verabschiedet, der in Zukunft an der Uni Duisburg-Essen lehrt.

Zum Abschieds-Gottesdienst am Sonntag waren unter anderem Bürgermeister Michael Muther aus Weßling, Vertreter von Schulen, Vereinen und der katholischen Kirchengemeinde in die Sankt Johannes-Kirche und zum anschließenden Empfang gekommen, Bürgermeister Manfred Walter hatte sich aus Krankheitsgründen entschuldigt. Pfarrer Marcel Nieden wird mit Ehefrau Susanne und den beiden Söhnen Lukas und Johannes bald ins Ruhrgebiet ziehen und ab April als Professor an der Universität Duisburg-Essen tätig sein.

„Als ich nach Sankt Johannes kam, merkte ich bald, dass es eine sehr selbstständige Kirchengemeinde ist, die viele Aufgaben auch ohne Pfarrer erledigen kann“, resümierte Marcel Nieden. Vorbildlich sei das Engagement der Kirchenjugend in der Jugendarbeit mit dem Freizeitangebot in Mittenwald, dem Jugendcafé „Katakomben“ und der Kinder-Abenteuer-Nacht. Hier sei mehr seine Assistenz als Sozialtherapeut und Anstands-Wauwau, Kabelträger und Callcenter-Agent gefragt gewesen.

Viel habe er, Nieden, gelernt, seit er das Weßlinger Pfarrvikariat übernommen habe. Man sei nicht nur Seelsorger, „sondern auch Frontmann und Vermittler, wenn es um die Lösung von Problemen geht".

Gerade erst seit Dezember ist Dekan Stefan Reimers im Amt und musste beim Antrittsbesuch in Gilching gleich einen Pfarrer der zwölf zu betreuenden Kirchengemeinden verabschieden. Er bescheinigte dem „intellektuellen Prediger“ Sensibilität, Witz und Charme und wünschte dem künftigen Professor einen guten Weg in die Wissenschaft, der nicht im Elfenbeinturm enden, sondern von lebendigem Zupacken geprägt sein soll. Der Dekan hofft, dass die vakante Stelle so schnell wie möglich wieder besetzt werden kann.

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