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Natur erleben ist auf dem Radl natürlich viel eindrucksvoller als von einem motorisierten Gefährt aus. Für bessere, vor allem sicherere Wege schließen sich die Radler in Feldafing und Tutzing nun zusammen.

ADFC

Radfahrer am Westufer tun sich zusammen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) will für Feldafing und Tutzing zusammen eine neue Ortsgruppe gründen. Anlass sind die Sanierungspläne für die Tutzinger Hauptstraße.

Feldafing/Tutzing   Am Westufer des Starnberger Sees tun sich die Radlbegeisterten zusammen. Eine fünfte Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im Landkreis Starnberg soll für zwei Gemeinden zuständig sein: Feldafing und Tutzing. Federführend bei den Vorbereitungen sind auf Feldafinger Seite der dritte Bürgermeister Anton Maier, der auch ADFC-Kreisvorsitzender ist, und auf Tutzinger Seite Martin Held, der als langjähriger Studienleiter der Evangelischen Akademie bekannt ist. Held, seit Ende 2015 im Ruhestand, engagiert sich international für das Thema Radfahren, so als Berater in einem wissenschaftlichen Netzwerk.

Die Hauptstraße in Tutzing soll saniert werden. Die Radler hoffen, dabei berücksichtigt zu werden.

Als Anlass für die Neugründung der Ortsgruppe gilt die geplante Sanierung der Tutzinger Hauptstraße. Man müsse in der Seegemeinde jeden Bereich genau anschauen, sagt Maier: „Wir hoffen, dass wir uns mit dem Planer zusammensetzen dürfen.“ Held formuliert es so: „Wir bringen uns diesbezüglich gern ein.“ Wie berichtet, soll die Hauptstraße vom nächsten Jahr an abschnittweise von Süd nach Nord saniert werden. Dabei gelten die Bedingungen als unterschiedlich. So gibt es im südlichen Bereich einen straßenbegleitenden Radweg. Im Ortszentrum dagegen wird neben der Straße selbst und den Gehsteigen kein ausreichender Platz für einen eigenen Radweg gesehen, so dass der Fahrradverkehr in diesem Bereich nach den bisherigen Plänen mit dem Autoverkehr mitfließen soll.

Für den Anfang wird mit 50 Mitgliedern gerechnet

In Feldafing und Tutzing gibt es bereits ADFC-Mitglieder. Sie sollen künftig der neuen Ortsgruppe zugeordnet werden. Held geht es um „aktive Mobilität“ – ein Oberbegriff für alle ganz oder teils auf Muskelkraft beruhenden Fortbewegungsarten. Er hofft, dass sich der neuen Gruppe möglichst viele Bürger anschließen, die sich in dieser Gegend fürs Radfahren engagieren. Dabei nennt er Alltagsradler und Familien ebenso wie die zunehmende Zahl von E-Bike- und Pedelec-Fahrern oder auch die Tutzinger Radsportvereinigung „Seerunde“, die regelmäßig sportliche Fahrer für gemeinsame Touren zusammen-bringt.

Das ADFC-Gemeinschaftsprojekt von Feldafing und Tutzing wird auch wegen der Fahrradtouren angestrebt, die als wesentlicher Bestandteil der Programme gelten. Für diese Aufgabe stehen bisher vor allem Erich Schmucker und Anton Maier zur Verfügung, die beide aus Feldafing sind. Maier rechnet für die Anfangszeit mit etwa 50 Mitgliedern, wenn Familienmitgliedschaften eingerechnet werden.

Von Lorenz Goslich

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