Ein Abbruch der Albers-Villa wird immer wahrscheinlicher.

Kulturverein pocht auf Rundweg

Albers-Villa: Verständnis für Abriss-Pläne

Garatshausen – Der Bebauungsplan ermöglicht einen größeren Neubau. Der Kulturverein Garatshausen pocht auf Rundweg.

Ein Abbruch der Albers-Villa wird immer wahrscheinlicher. Im derzeit ausliegenden Bebauungsplan wird diese Möglichkeit festgeschrieben, die auf einen vor einiger Zeit gefassten Beschluss des Gemeinderats zurückgeht. Ein Neubau könnte größer werden als der Altbau. Das Baurecht werde aber „nicht massiv vergrößert“, sagte der Feldafinger Bürgermeister Bernhard Sontheim auf Anfrage des Starnberger Merkur. Wegen der Erinnerungen an den Filmschauspieler Hans Albers (1891-1960), der das Anwesen 1934 gekauft hatte, wollte der Kulturverein Garatshausen ursprünglich den Erhalt des Altbestands erreichen. Er zeigt aber Verständnis für die Abbruchpläne, wie sein Vorstandsmitglied Dr. Andreas Kapphan sagt. 

Der Verein setzt sich jedoch weiter für einen öffentlichen Rundweg über das Grundstück ein. Verweise auf ein Biotop hält Kapphan nicht für überzeugend. Dieses Problem könne beispielsweise mit einem Steg gelöst werden, ähnlich wie im Murnauer Moos. Der Freistaat als Eigentümer scheint von seinen Verkaufsplänen für das Areal abgekommen zu sein und eine Verpachtung ins Auge zu fassen. Favorisisiert wird ein hochwertiger Gastronomiebetrieb, eventuell mit einem kleinen Hotel. Zumindest zwei Interessenten scheint es zu geben. Angeboten worden ist so ein Betrieb unter anderem dem französischen Sternekoch Laurent Audiot, Partner des Filmschauspielers Gérard Depardieu. Ihm sind inzwischen konkrete Unterlagen zugeschickt worden.

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