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Berti Meisinger.

Raumfahrtingenieurin Berti Meisinger

Die irdische Helferin von Astro-Alex: Darauf freut sich Gerst auf der Erde besonders

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Raumfahrtingenieurin Berti Meisinger ist die irdische Helferin von Alexander Gerst. Vom Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen im Kreis Starnberg aus hat sie die Experimente des deutschen Astronauten koordiniert.

Was machen Sie am Donnerstag gegen
6.03 Uhr in der Früh, da ist die Landung geplant?

Ich werde schon in der Nacht in meine E-Mails schauen, denn ich bekomme immer den letzten Status der Rückkehr der Sojus. So um 2 oder 3 Uhr wird abgedockt, dann fliegen sie von der ISS weg. Später tauchen sie in die Atmosphäre ein, da ist es wichtig, dass der Hitzeschild funktioniert. Danach ist wichtig, dass die Fallschirme aufgehen. Kurz vor der Landung, ein Meter vor dem Aufsetzen, zünden noch mal die Triebwerke, damit der Aufprall nicht so stark ist.

Klingt nervenaufreibend. Das heißt, Sie schlafen in der Nacht eher nicht?

Das weiß ich noch nicht. Aber wahrscheinlich bin ich doch so nervös, dass ich immer schau, was die Landung vom Alex macht.

Wenn die Landung geklappt hat, knallen dann in Oberpfaffenhofen für den Rest des Tages die Sektkorken?

Wir haben so viele Experimente, die im Columbus-Modul, das wir betreuen, gemacht werden. Auch mit anderen Astronauten. Wir feiern natürlich ein bisserl, aber die Aufgaben gehen weiter. Das Kontrollzentrum muss funktionieren, auch wenn der Alex unten ist.

An welchen Moment in den letzten sechs Monaten müssen Sie immer wieder denken?

Als es einen Druckabfall in der ISS gab, haben sie mich nachts angerufen. Das war sehr spannend, bis der Alex das Löchlein an der angedockten russischen Raumkapsel gefunden hat. Die russischen Kosmonauten haben es dann repariert.

Wann werden Sie Alexander Gerst wieder leibhaftig sehen?

Im März. Die Crewmitglieder werden mit dem Hubschrauber abgeholt, dann geht es in ein Städtchen in Kasachstan, dort wartet ein NASA-Flugzeug, das Alex und seine amerikanische Kollegin Serena Auñón-Chancellor nach Norwegen bringt. Von dort geht es für den Alex weiter nach Köln, wo er die ersten 21 Tage medizinisch überwacht wird. Dann muss er nach Houston. Erst dann sehen wir uns.

Hat er Ihnen verraten, auf was er sich auf der
Erde am meisten freut?

Das hat er mir schon vor langer Zeit mal gesagt: Im Regen laufen oder einfach mal wieder frische Luft atmen.

Interview: Stefan Sessler

Lesen Sie dazu: 

Für Astro-Alex geht‘s heim zur Erde - ISS-Kommandant plant schon nächsten Einsatz

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