Alles im Lot außer das Rathaus

Seefeld - Grundsätzlich läuft es rund in der Gemeinde Seefeld. Wäre da nicht der Streit über die Zukunft des Rathauses. Aus der Bürgerversammlung kam jetzt ein neuer Vorschlag.

"Auf der Sympathieskala steht unser Entwurf für ein neues Rathaus bei den Bürgern auf minus 100", räumte Bürgermeister Wolfram Gum am Mittwoch vor rund 80 Zuhörern im Saal von Sankt Peter und Paul ein. Nach anfänglicher Missstimmung über den Ausgang des Bürgerentscheids werde man sich nun seitens des Gemeinderats, "an die faire Prüfung des von den Bürgern geforderten Anbaus plus Sanierung des alten Rathauses unter Fachbegleitung machen". Ohne eine komplette Entkernung wird das Rathaus jedoch nicht auf einen heute gültigen energetischen Stand gebracht werden können, sagte Gum. Sollte dies möglich werden, rechnet er mit rund drei Jahren bis zur Fertigstellung. "Bis dahin aber muss die Verwaltung raus und in Containern untergebracht werden. Problem ist nur, wegen der Flüchtlingsproblematik gibt es derzeit keine Container mehr." Im Übrigen müsse erst ein geeignetes Grundstück für die Container-Anlage gefunden und dieses über ein Bebauungsplanverfahren genehmigt werden. Gum: "Da wir keine Zeit mehr haben, sollten wir uns schon jetzt unabhängig von dem Prüfverfahren nach einem geeigneten Ausweichquartier umsehen." Alternativ zur Sanierung schlug Hans Michl aus Oberalting vor, das alte Rathaus komplett abzutragen und den Bedürfnissen neu an alter Stelle wieder aufzubauen: "Das kommt auf alle Fälle viel billiger als eine Sanierung des Altbaus und geht auch schneller."

Der Rathauschef kam auch auf das geplante zweite Gymnasium im westlichen Landkreis zu sprechen. Wie berichtet, gab es seitens des Landrates eine Anfrage nach einem geeigneten Grundstück, sollten die Verhandlungen in Herrsching scheitern. "Seither haben wir nichts mehr gehört. Ich denke, die Verhandlungen mit den Herrschinger Grundstücksbesitzer laufen noch. Bis Weihnachten aber soll eine Entscheidung getroffen werden." Generell sei man in Seefeld nicht abgeneigt, Standort für ein zweites Gymnasium zu werden. Als geeignetes Grundstück stellte Gum die Fläche zwischen Bahnhof Hechendorf und Staatsstraße 2067 vor. In Bezug auf die Finanzen sagte er: "Dank unseres hohen Gewerbesteueraufkommen sind wir seit 2005 schuldenfrei. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so."

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