1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg

Alles Spekulation

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Starnberg - Der drohende Erbstreit um den Nachlass, speziell die Villa, von Petra Schürmann bekommt durch baurechtliche Überlegungen der Stadt Starnberg eine besondere Note. Es wird um Abriss spekuliert.

Die Stadt Starnberg arbeitet seit 2004 an einem Bebauungsplan für das Gebiet an der Hanfelder Straße zwischen Max-Emanuel- und Heinrich-Wieland-Straße, zu dessen Gültigkeitsbereich auch die Villa von Petra Schürmann gehört. Eilig hatte es die Stadt damit zunächst nicht. Als vor drei Jahren auf einem Grundstück in der Nähe ein großes Gebäude errichtet wurde, musste es schneller gehen: Nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches - was man auf einem Grundstück bauen darf, orientiert sich an den Bauten der Umgebung - könnten Nachbarn dieses Neubaus ebenso große Gebäude errichten. Das wollen Stadtrat und Rathaus nicht.

Der bebauungsplan war zuletzt im Mai 2010 Thema in den Gremien. Der Plan ist vertrackt, da die Grundstücke wegen der nahen Hanfelder Straße stark vom Verkehrslärm betroffen sind. Zeitweise war von einer bis zu sechs Meter hohen Lärmschutzwand die Rede. In jedem Fall wird es auf Grundstücken nahe der Straße Einschränkungen geben, beispielsweise dürften keine Wohn- und schon gar keine Schlafräume Richtung Straße ausgerichtet sein.

Kommende Woche wird der Plan wieder im Bauausschuss besprochen, da eine Veränderungssperre in diesem Bereich in der zweiten April-Hälfte ausläuft. „Das hat aber überhaupt nichts mit dem Schürmann-Grundstück zu tun“, betont Stadtsprecher Karl Heinz Springer auf Anfrage.

Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Schürmann-Areal genau in der Mitte des Dreiecks aus den drei Straßen im Bebauungsplanentwurf sind zwei Gebäude eingezeichnet - als Möglichkeit und zur Darstellung der Baurechte, wie Springer hervorhebt. Möglicherweise wären auch drei Gebäude zulässig - je nach dem, was der Stadtrat am Ende beschließt. Was Grundstückseigentümer mit dem Baurecht tatsächlich anfangen, ist ganz allein deren Angelegenheit.

Auch interessant

Kommentare