Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - längere Pause droht

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Machen wir es selbst: Im Repair-Café, das am Samstag in Starnberg startet, wird alles flottgemacht, was die ehrenamtlichen Bastler wieder hinbekommen. Hans Peter Stoehrel koordiniert den Treff. Foto: Jaksch

Erstes Repair-Café in Starnberg

Die Könner und Kenner helfen allen

Starnberg - Wer kann und will heute noch kaputte Kaffeemaschinen, Staubsauger und dergleichen wieder zum Laufen bringen? Hans Peter Stoehrel beispielsweise, der in Starnberg ein Repair-Café startet. Erster Termin: Samstag.

„Reparier’s doch!“ Das hatte sein Vater immer zu ihm gesagt, wenn Hans Peter Stoehrel bei der Modelleisenbahn etwas kaputtgegangen war. An diese Jugenderfahrung erinnert sich Stoehrel nach einem bewegten Berufsleben noch immer: Der Diplom-Ingenieur für Verkehrstechnik, mittler-weile im Ruhestand, wird im Seniorentreff an der Hanfelder Straße (Ilse-Kubaschewski-Haus) das erste Starnberger Repair-Café ins Leben rufen. Eröffnung ist kommenden Samstag um 13 Uhr.

Die aus den Niederlanden stammende Idee eines Reparatur-Treffs – dort gibt es be-reits rund 400 solcher Einrichtungen – soll „ein Zeichen setzen gegen unsere Wegwerf-Mentalität“, heißt es im „Forum“, dem Programmheft des Seniorentreffs. Herrsching hatte das erste Repair-Caf´´e im Kreis, Gauting das zweite. Doch außer dem ökologisch-pädagogischen Gedanken steckt in einem Repair-Café noch eine ganze Menge mehr. Es bringt vor allem Menschen zusammen – die einen werden mit einem defekten Haushaltsgegenstand, Elektrogerät oder Fahrrad zum Treff am Samstag kommen, die anderen ihnen mit Rat und praktischer Tat dabei helfen, das gewohnte oder gar geliebte Gebrauchsobjekt wieder funktionstüchtig zu bekommen, und Kaffee und Kuchen gibt’s obendrein.

Ein „guter Kommunikator“ sei wichtig, so der 77-Jährige, der den Menschen auch erklärt, wie etwas funktioniert – um Hilfe zur Selbsthilfe geht es also, nicht nur immer darum, „etwas zu richten“. „Wir haben schon jede Menge Anfragen, das Telefon steht nicht mehr still“, berichtet Koordinator Stoehrel im Vorfeld des ersten Treffens. Jemand wollte sogar wissen, ob man dort seinen zerzausten Teddy-Bären wieder flott kriegen könnte: „Alles, was man tragen kann, mitbringen!“, lautet die Empfehlung in solchen Fällen.

Vom Staubsauger bis zum Sonntagskleid

Erwartet werden die „Kunden“ des Repair-Cafés von einer Gruppe aus Bastlern, Tüftlern und Unterstützerinnen und Unterstützern. Je nach Reparatur-Problem wird man sich in Gruppen zu vier Personen (zwei Reparierer, zwei Gäste) an den Tischen des Seniorentreffs zusammenfinden, für die Fahrrad-Basteleien auch auf der Terrasse oder notfalls in der Garage des Hauses. „Behandelt“ werden Elektro-Kleingeräte, die Hardware von Elektronik (keine Software), Kleinmöbel, Spielzeug, Fahrräder, mechanische Uhren – und auch Kleidung wird genäht. „Wichtig ist, das wir keine Garantie abgeben, dass etwas hinterher funktioniert“, sagt Stoehrel. Jeder, der einen Gegenstand zur Reparatur vorbeibringt, muss diesen Haftungsausschluss vorher auf dem Reparaturzettel unterschreiben. Um etwaiger Schnäppchen-Mentalität vorzubeugen, werde man sich das Recht vorbehalten „auch mal Nein zu sagen“, sagt der Koordinator der ausnahmslos gratis arbeitenden Helfer, wie Elektrotechniker Ernst Pfandorfer einer ist.

Sogar über ein mobiles Service-Team für häusliche Notfälle denkt Stoehrel bereits nach. Wenn zum Beispiel ein altes Keller-Regal in sich zusammenfällt und sich ein älterer Mensch nicht mehr selber handwerklich zu helfen weiß, käme die rettende Helfertruppe zum Einsatz. Es ist im Grunde ein in jeder Hinsicht höchst soziales Projekt: Man will beim Repair-Café nur mit Spenden-Boxen arbeiten – einer für Kaffee und Kuchen, einer als Dankeschön fürs Reparieren –, alles aber freiwillig.

Repair-Café: Geplant sind 2014 die Termine 11. Oktober, 15. November und 13. Dezember, jeweils 13 bis 16.30 Uhr. Ansprechpartner: Hans Peter Stoehrel, z (0 81 51) 4 44 94 00; E-Mail: hp@stoehrel.de

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