Eine halbe Stunde lang alles geben: In der Starnberger Schlossberghalle beteiligten sich insgesamt 217 Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen am Trockenruder. Foto: svj

Alter Weltrekord bleibt bestehen

Starnberg - Michele Marullo wollte bei der 12. Internationalen Deutschen Meisterschaft im Ergometer-Rudern in Starnberg den Weltrekord knacken. Am Ende verbesserte er nur die Bestmarke in seiner Altersklasse Ü 50.

Er stand unter besonderer Beobachtung. Schon beim Warmmachen verfolgten Michele Marullo die bewundernden Blicke der Konkurrenz bei den 12. Internationalen Deutschen Ergometer-Meisterschaften. Der 1,95 Meter große Hüne war in die Starnberger Schlossberghalle gekommen, um dort den Weltrekord zu brechen. Als der Römer sich daran machte, seine Maschine zum Glühen zu bringen, kochte die Stimmung im Saal wie einst im Colosseum. Der moderne Gladiator lieferte auf seinem Ergometer einen einsamen Kampf ab. Von seinen Rivalen vermochte ihm niemand zu folgen, und als die Uhr nach einer halben Stunde abgelaufen war, blieb die Streckenanzeige bei 8836 Metern stehen. Das bedeutete zwar nicht die größte Reichweite, die jemals auf diesem Planeten aufgestellt wurde, aber das absolute Optimum in der Altersklasse der 50- bis 59-Jährigen.

Marullos Begeisterung war ganz nach dem Geschmack von Thomas Thallmair, der bei der zwölften Ausgabe seiner Trockenregatta mit 217 Startern nicht ganz so viele wie im vergangenen Jahr begrüßen konnte, dafür aber einen echten Meilenstein in der Geschichte der Veranstaltung zu bieten hatte. „So gut waren wir noch nie“, lobte der Mit-Organisator sich und sein Team.

Das Format, das vor allem Kinder und Jugendliche anspricht, die in der Schlossberghalle mehr als die Hälfte der Teilnehmer stellten, beschäftigt inzwischen auch den Deutschen Ruder-Verband. Dass Jugendchef Moritz Petri die Verhältnisse in Starnberg genau studierte, wertete Thallmair als indirektes Lob: „Das scheint für die immer interessanter zu werden“. Zumal die Kinder und Jugendlichen an den Riemen zogen, dass es nur so krachte. „Die haben allen gezeigt, was Kampfgeist bedeutet“, war Regatta-Sprecher Heiner Schrader begeistert. Und so fühlte sich Michele Marullo auch ganz wie Zuhause im alten Rom.

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