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Das Alte Rathaus in Buch gehört zu den prägenden Gebäuden des Inninger Ortsteils. Beim Hagelsturm im vergangenen Jahr wurde das Dach des Gebäudes erheblich beschädigt. Nun kann die Sanierung starten. 

Altes Rathaus in Buch

Die Gauben bleiben – bis auf eine

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Der Hagelsturm an Pfingsten vergangenes Jahr hat das Alte Rathaus in Buch beschädigt. Jetzt will  die Gemeinde Inning das Dach reparieren - und dabei etwas verändern.  

Buch – Das Alte Rathaus im Inninger Ortsteil Buch gehört zu den zahlreichen Gebäuden, die es beim Hagelsturm vergangenes Jahr an Pfingsten erwischt hatte. Bis heute sind die Schäden am Dach nicht beseitigt. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend ging es um die Frage, wie die Sanierung erfolgen soll, und vor allem: Bleiben die Dachgauben erhalten oder nicht? Nach einiger Diskussion stand fest: Vier der fünf Gauben bleiben, nur die an der westlichen Seite zum Feuerwehrhaus hin wird verschwinden, zumal sie ohnehin kaum noch zu sehen ist. So fiel der einstimmige Beschluss des Gremiums aus.

Das sorgte nicht nur bei CSU-Gemeinderat Thomas Bauer für Erleichterung: „Das ist ein sehr wichtiges Gebäude für das Ortsbild“, sagte er. „Das Gebäude gehört zu Buch, und die Gauben gehören zum Gebäude.“ Sogar auf der Fahne der Freiwilligen Feuerwehr sei das Alte Rathaus in seiner ganzen Pracht abgebildet. „Das Haus hat einen gewissen Charme“, sagte auch Barbara Wanzke (Grüne). Und Dr. Ajay Singh (FDP) wollte nicht an der falschen Stelle sparen. „Wir geben an anderen Stellen so viel Geld aus“, sagte er.

Warum überhaupt darüber diskutiert wurde? Weil die Sanierung der Gauben mit einem „ganz schönen Aufwand“ verbunden sei, wie der Leiter der Inninger Bautechnik, Konrad Meichelböck, erklärte. Auf 15 000 bis 20 000 Euro schätzte er die Kosten für die Gauben – zusätzlich zu den 60 000 Euro, die für die Instandsetzung des Dachs erforderlich sind. Das sei „nicht ganz wirtschaftlich“, erklärte Meichelböck, zumal das Dachgeschoss des Alten Rathauses nur als Lagerraum genutzt werde. Darüber hinaus sei die Arbeit an dem historischen Gebäude mit den auf Holzkonstruktionen aufgesetzten Gauben recht aufwendig. Dass ihm das Haus mit Gauben besser gefalle, machte er jedoch auch klar.

Johann Ritzer (FBB) sah das ähnlich. „Ich verstehe die Bucher, aber der Aufwand ist riesig“, sagte er und bezweifelte sogar, ob die geschätzten Kosten ausreichen. Er rechnete mit 6000 bis 7000 Euro pro Gaube. Ob die Kosten insgesamt gesenkt werden könnten, indem bei der Sanierung des Daches nur die defekten Platten ausgetauscht werden, wollte Anna Herrmann (CSU) wissen. Davon konnte Hubert Vögele (Grüne) wiederum nur abraten, weil ansonsten der Versicherungsschutz in Gefahr sei.

Am Ende war die Meinung eindeutig: Das Dach wird zur Gänze saniert – inklusive Wärmedämmung und vier Gauben. Eine Entscheidung, die auch im Sinn von Bürgermeister Walter Bleimaier war. „Ich neige auch dazu“, hatte er kurz vor Abstimmung gesagt. 

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