Lebende Krippe Andechs
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Die Lebende Krippe in Andechs hat eine lange Tradition

Andechser Christkindlmarkt

Advent ohne Lebende Krippe

  • vonAndrea Gräpel
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Erstmals in der 44-jährigen Geschichte der Lebenden Krippe wird sie heuer abgesagt, auch der Andechser Christkindlmarkt findet nicht statt.

Andechs – „Wir haben uns die Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht“, versicherte am Donnerstag Bürgermeister Georg Scheitz, der selbst in der Tradition tief verankert ist. Als Vorstand der Feuerwehr Erling-Andechs stand er 18 Jahre am Würstlstand, seine Mutter hatte viele Jahre den Platzerlstand der Landfrauen mitbestückt, und sein Sohn Georg ist einer der Heiligen Könige. „Mir tut die Absage in der Seele weh“, sagt Scheitz.

Der Aufbau der Lebenden Krippe war schon im Vorfeld vom Kloster abgeblasen worden. Der Markt hätte heuer auf der Maibaumwiese stattfinden müssen. Aber der Aufwand mit Hygienekonzept sowie separaten Ein- und Ausgängen wäre zu groß gewesen. Nachdem einige Standlbetreiber bereits abgesagt hätten, hätten die Vertreter der 30 Andechser Vereine nun schweren Herzens entschieden, das vorweihnachtliche Treiben abzusagen, sagt Scheitz.

Traditionell findet der Andechser Christkindlmarkt am zweiten Adventswochenende auf dem Heiligen Berg statt. Die Darstellung der Weihnachtsgeschichte mit echten Menschen und Tieren ist ein großer Besuchermagnet weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Auch deswegen habe das Kloster frühzeitig reagiert, sagt Scheitz. Als einer von nur wenigen stattfindenden Märkten wäre aber auch ein Markt auf der Maibaumwiese zum Magnet geworden, und das jagte den Veranstaltern angesichts des Pandemiegeschehens doch Angst ein.

„Wir überlegen nun, ob wir alternativ etwas im Dorf machen könnten“, verrät Scheitz. Etwas für die Vereine, damit die Basteleien, mit denen bereits begonnen wurde, verkauft werden können. „Advent im Dorf“, nennt es der Bürgermeister – welcher Art und ob überhaupt, ist aber noch nicht gewiss.  

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