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Die Herrschinger Anlage war Mitte Novemebr die erste im Landkreis, die bezogen werden konnte.

Alltag in Asylcontainern

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Herrsching/Andechs/Inning - In den ersten Anlagen ist der nächtliche Sicherheitsdienst schon nicht mehr notwendig. In Herrsching, Andechs und Inning kehrt der Alltag ein - mal mehr unaufgeregt ruhig und mal weniger.  

Die anfängliche Sorge von Anwohnern und Bürgern um die Sicherheit in und um die überall entstehenden Asylunterkünfte war groß. Landkreis und Gemeinden reagierten darauf, indem sie sich auch für die Containerdörfer einen nächtlichen Sicherheitsdienst leisteten (wir berichteten). Erstmal nur vier Wochen, nicht länger, „dann sehen wir weiter“, hatte Landrat Karl Roth damals gesagt. Er hielt die Sorge für unbegründet, wollte aber den Menschen entgegenkommen. Nachdem nun in den ersten Containerdörfern Alltag eingekehrt ist, stellt sich heraus: Ein nächtlicher Sicherheitsdienst ist in der Tat nicht erforderlich.

„Wir haben den besten Berichterstatter gleich in der Nähe“, sagt Herrschings Bürgermeister Christian Schiller. CSU-Gemeinderat Willi Welte hat die Anlage an der Goethestraße im Blick. „Er ist voll des Lobes“, sagt Schiller. Und tagsüber sind die Einrichtungen ohnehin jeweils mit einem Mitarbeiter von Jonas Better Place (Organisation und Verwaltung) und einer Asylsozialberaterin des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch besetzt. Schiller beunruhigen andere Tatsachen. Etwa dass sich männliche Bewohner der Anlage weigerten, im Ernstfall von Notärztinnen behandelt zu werden. „Wenn ein Notarztwagen mit einer Ärztin besetzt ist, ist das ein Problem“, erzählt er aus Erfahrung.

In Herrsching war das erste Containerdorf für Asylsuchende im Landkreis Mitte November bezugsfertig. Es folgten Andechs und Inning. Unterdessen ist der Alltag in allen drei Anlagen eingekehrt. Und der nächtliche Sicherheitsdienst hatte zumindest in Andechs weniger für Sicherheit zu sorgen, als dass er Ansprechpartner bot. „Ich hätte mir gewünscht, er wäre länger geblieben“, sagt Andechs’ Bürgermeisterin Anna Neppel ganz offen. Die Tagesbesetzung für Verwaltung und soziale Beratung ist nur bis 17 Uhr vor Ort. Die Anlage an der Minigolfanlage ist aber bis dato mit aktuell 79 Menschen noch nicht voll belegt. „Neue Bewohner kommen manchmal erst abends, und dann ist kein Ansprechpartner da“, bedauert sie. Gleichwohl wüssten die bereits dort lebenden Asylbewerber, wo sie anrufen können. „Das läuft ganz gut.“ Um die Sicherheit macht auch sie sich weniger Sorgen. „Bei uns leben 24 Kinder, es sind also viele Familien. Auch wenn wir nicht wissen, wohin mit den Kindern, sind wir sehr froh, dass sie da sind.“

Viele Kinder gibt es auch in Inning. Dort wacht Jonas Better Place noch nachts. Die ersten Bewohner – aktuell 84 (Zuwachs unterwegs) – zogen einen Tag vor Heiligabend ein. „Es ist ruhig“, sagt Sabina Eisenmann vom Helferkreis. Wie es ohne Aufsicht wäre, weiß sie nicht, eine Beruhigung auch für die Bewohner sei es allemal. „Und für den Helferkreis ist es eine große Entlastung, wenn Ansprechpartner da sind.“

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