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Das neue Max-Planck-Gelände: Das Wieninger Schloss ist gelb in der Mitte, dahinter und rechts sowie vorne links sind Mehrfamilienhäuser geplant. Die kleinen Gebäude vorne rechts sind Einfamilienhäuser.

Gemeinderat Andechs

Bewegung am Wieninger Schloss

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Am ehemaligen Max-Planck-Gelände an der Erlinger Von-der-Tann-Straße geht es voran: Der Andechser Bauausschuss klärte am Dienstag letzte Details zum Thema Brandschutz und Erschließung.

Erling – 68 Wohneinheiten auf insgesamt 30 000 Quadratmetern Fläche – die Bebauung des ehemaligen Max-Planck-Geländes an der Von-der-Tann-Straße in Erling ist ein echtes Mammutprojekt. In der ersten Sitzung des Andechser Bauausschusses nach der Sommerpause stand es erneut auf der Tagesordnung. Dabei ging es vor allem um Details der Erschließung und des Brandschutzes. Das Änderungsverfahren konnte gleichwohl abgeschlossen werden, so dass der Investor seine Bauanträge nun einreichen kann.

Mit zehn Einwendungen von Privatpersonen sowie rund 25 Anregungen und Stellungnahmen der Behörden beschäftigten sich die Gemeinderäte am Dienstagabend. Besonderes Augenmerk legten Peter Schmaderer (Grüne) und Peter Eberl (SPD) auf den Brandschutz. Anlass war die Kritik einer Privatperson, dass für ein Wohnhaus drei Vollgeschosse erlaubt seien. Diese Art der Bebauung würde der herausragenden Bedeutung des Geländes für das Ortsbild nicht gerecht, monierte der Bürger.

Rechtsanwalt Thomas Hartl ging die Einwendungen mit dem Bauausschuss durch

Rechtsanwalt Thomas Hartl von der Münchner Kanzlei Arnecke, Sibeth und Dabelstein berät die Gemeinde hinsichtlich der Abwägung und nahm der Kritik den Wind aus den Segeln. „Der Wechsel von zwei- und dreigeschossigen Ansichten lässt die Hausgruppe aus vielen Perspektiven unterschiedlich wirken“, sagte Hartl. Bei der Anordnung sei darauf geachtet worden, eine harmonische und der Topografie folgende Staffelung der Baukörper zu erreichen.

Um das Erlinger Ortsbild machten sich auch die Gemeinderäte keine Sorgen, wohl aber um den Brandschutz. Durch die dreigeschossige Bebauung erreicht das Wohngebäude eine Höhe von 9,50 Meter. „Die Feuerwehren in Andechs haben aber keine Drehleiter“, sagte Eberl. Es sei Aufgabe von Gemeinde und Feuerwehren, die notwendigen Geräte für den Ernstfall zu stellen. 

Die fehlende Drehleiter will Eberl explizit im Bebauungsplan vermerken

„Die Feuerwehren vor Ort müssen mit der Situation umgehen können“, betonte auch Schmaderer. Bauamtsleiter Michael Kuch erinnerte aber, dass es den Behörden bekannt sei, dass die Einsatzkräfte in Andechs keine Drehleiter haben. „Wir können nicht mehr machen, als die Kreisbrandinspektion in den Bebauungsplan miteinzubeziehen.“ Für Eberl und Schmaderer war das nicht genug. „Wir müssen im Bebauungsplan explizit anführen, dass wir keine Drehleiter haben“, forderte Eberl. Damit waren auch die Ratskollegen einverstanden. „Wir schreiben den Zusatz mit der fehlenden Drehleiter mit rein“, lenkte Kuch ein.

Neben dem Brandschutz war auch die Erschließung des Geländes Thema. Die Untere Verkehrsbehörde weist darauf hin, dass die Widmung der Erschließungs- als Ortsstraße nach einem festgelegten Prozedere erfolgen muss. Nötig seien ein Widmungsverfahren sowie die Eintragung in das gemeindliche Straßenbestandsverzeichnis. „Die Straße, die dort nach hinten führt, sollte einen eigenen Namen kriegen“, sagte Georg Scheitz (CSU) – um Verwechslungen und Unannehmlichkeiten, zum Beispiel bei der Postzustellung, vorzubeugen. „Wir werden bei der Widmung darauf achten, der Straße einen eigenen Namen zu geben“, versicherte Bürgermeisterin Anna Neppel. Scheitz hatte direkt einen Vorschlag, der gewissermaßen auch auf der Hand liegt. Er fände „Wieninger Straße“ passend.

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