Verdacht auf Paketbombe - mehrere Verletzte bei Explosion in Fußgängerzone von Lyon

Verdacht auf Paketbombe - mehrere Verletzte bei Explosion in Fußgängerzone von Lyon
+
Bootsliegeplatz

Schiffsliegeplätze

Andechs gibt seine Boje nicht her

  • schließen

Dass die Gemeinde Andechs ein direkter Seeanrainer ist, ist vielen nicht bekannt. Aber etwa 400 Meter Ammerseeufer darf die Klostergemeinde tatsächlich ihr Eigen nennen. Sogar einen Kiosk gibt es, das Froschgartl, – und eine Boje. Diese will die Schlösser- und Seenverwaltung den Andechsern nun aber streitig machen.

Andechs – Seit 1973 gibt es diese Boje, die im Gemeindebesitz ist. Seinerzeit wurde die Boje H-236 der damals noch eigenständigen Gemeinde Erling vertraglich zugesprochen. 180 Tage im Jahr werde sie auch benutzt, sagt Martin Berger von der Kassenverwaltung im Andechser Rathaus. Er weiß es deshalb so genau, weil die Vergabe über ihn erfolgt. Je nach Dauer kostet die Nutzung 15 bis 20 Euro. Vorbehalten sei die Boje Übernachtungsgästen in der Klostergemeinde, die mit Boot anreisen. Dafür werde sogar geworben. Im Übrigen werde der begehrte Liegeplatz auch im Ferienprogramm gern genutzt. Der Staatlichen Seenverwaltung zahlt die Gemeinde für die Boje 268 Euro im Jahr, erklärt Berger. Private zahlen für staatliche Bojen im Ammersee das Doppelte.

Im November vergangenen Jahres landete auf Bergers Schreibtisch das erste Schreiben der Seenverwaltung. Der damalige Leiter in Stegen erkundigte sich nach der Häufigkeit der Nutzung. Nachdem Berger darauf geantwortet hatte, erhielt er im Februar das nächste Schreiben mit einem Aufhebungsvertrag. Berger staunte nicht schlecht, und auch die Gemeinderäte wunderten sich, als sie davon in der jüngsten Gemeinderatssitzung erfuhren. Schließlich soll die Boje auch künftig für Touristen mit Boot zur Verfügung stehen. Außerdem habe die Gemeinde erst im vergangenen Jahr 1500 Euro bezahlt, um einen neuen Ankerstein zu setzen.

„Die Boje ist das einzig Positive, was wir als Seeanrainer für nur 400 Meter Ufer haben. Eigentlich brauchen wir eine zweite“, sagte Georg Scheitz (CSU). Und weil er schon dabei war, sagte er: „Eigentlich brauchen wir auch einen Steg.“ Johannes Leicht, neuer Chef der Seenverwaltung in Stegen, konnte zu dem Aufhebungsvertrag und den Gründen dafür nichts sagen. Er ist erst seit März im Amt. Der Gemeinderat beschloss ohnehin, den Aufhebungsvertrag ohne Unterschrift an die Verwaltung in Stegen zurückzuschicken.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach Zusammenstoß: Auto rast in Garten
Ein Zusammenstoß in Kempfenhausen hatte am Freitagabend weitreichende Folgen: Ein Fahrzeug schleuderte in einen Garten.
Nach Zusammenstoß: Auto rast in Garten
Cha-Cha-Chastatt „Wasser Marsch“
Walzer, Disco Fox und viele andere Standardtänze übten die Kameraden der Weßlinger Feuerwehr bei einem eigens organisierten Tanzkurs. Nun ist der Fortgeschrittenen-Kurs …
Cha-Cha-Chastatt „Wasser Marsch“
Hilfe für MS-Patienten seit 20 Jahren
Seit 20 Jahren unterstützt das Haus der Freunde Menschen, die an der Nervenkrankheit MS leiden. Für ihr großes Engagement wurde Dorothea Dattenberger bei der …
Hilfe für MS-Patienten seit 20 Jahren
Berger müssen ab sofort Leitungswasser vorsorglich abkochen
Alle Berger und Einwohner von einigen Ickinger Ortsteilen müssen ab sofort ihr Leitungswasser vorsorglich abkochen. Grund sind Keime im Wasser - und der Regen.
Berger müssen ab sofort Leitungswasser vorsorglich abkochen

Kommentare