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Am Donnerstag hatten die Künstler Besuch von Teilnehmern des Andechser Ferienprogramms.

Kloster Andechs

Kinder, Kunst und das Thema Bier

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Noch bis Dienstag kann man auf dem Heiligen Berg drei Künstlern beim Symposium „Kunst und Bier“ bei der Arbeit zuschauen.

Andechs – Die Kronkorken von Henning Leuschner ergeben nach zwei Tagen bereits ein Bild vom Heiligen Berg und Kloster Andechs. Bis Dienstag muss es fertig sein. So lange dauert das diesjährige Symposium „Kunst und Bier“, bei dem sich drei bildende Künstler jedes Jahr über die Schulter schauen lassen. Neben dem Kölner Leuschner sind es in diesem Jahr Uwe Schwarz aus Bremen und der lustige Daniel Züsli aus der Schweiz.

Gestern hatten die drei so unterschiedlichen Künstler und Symposiums-Leiter Hubert Huber Besuch von Bürgermeisterin Anna Neppel und Kindern des Andechser Ferienprogramms. Züsli weihte sie dabei in eine von ihm ganz persönlich erfundene Druckweise ein – den Plastilindruck. „Man formt eine Figur aus Plastilin, malt sie an, quetscht sie auf Papier und macht das Plastilin dann wieder platt.“ So einfach ist’s, und platzsparend, „denn die Mieten sind zu teuer, um große Skulpturen unterstellen zu können“, sagt der Schweizer und lacht. Außerdem habe noch niemand ganze Skulpturen platt gedrückt. Nur er. Nicht weit entfernt stehen aber Skulpturen von ihm aus Eichenholz, die so gar nicht platt zu bekommen sind. Nach nur zwei Tagen hat Züsli ihnen ein Gesicht gegeben – im Wortsinn. Abgeschaut habe er sich das von Besuchern des Heiligen Berges, sagt er verschmitzt. Züslis Werke werden „Bar-Bier-Hocker“.

Mit Kronkorken, die er auf eine Stahlplatte leimt, damit das Werk wetterfest ist, arbeitet Leuschner. Ein bemerkenswertes Bild, das aus der Nähe wie ein wildes Mosaik aussieht, durch das Objektiv einer Kamera oder aus der Ferne aber ganz deutlich das Kloster erkennen lässt. Den Kindern vom Ferienprogramm hat er Kronkorken abgegeben und gezeigt, wie man daraus Rasseln baut.

Mit deutlich norddeutschem Zungenschlag ist der Bremer Schwarz rauszuhören. Er baut beim Symposium eine „emissionsfreie Kühlkommode“ mit der Motorsäge, die gestern noch so aussieht wie ein geschnittener Block Holz. Mit der in Wasser eingeweichten Sägespäne und Leim zeigt Schwarz den Kindern, wie man Figuren formt, ein Ei oder ein Herz.

Noch bis Dienstag, 27. August, können Besucher des Heiligen Berges den Künstlern täglich bei der Arbeit zusehen.  

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