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Das ist geplant: Weniger Straßenraum, dafür mehr Parkfläche und Gehweg. Die ehemalige Bushaltestelle entfällt. 

Maßnahmen im Gemeinderat beschlossen

Mühlstraße wird zu sicherem Schulweg

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Die Mühlstraße im Andechser Ortsteil Erling soll umgebaut werden. Genaue Maßnahmen beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. 

Erling – Ab sofort soll es zügig vorangehen mit den Erschließungsarbeiten in der Mühlstraße in Erling. Sobald diese abgeschlossen sind, wird die Ortsstraße neu geordnet und erhält eine neue Vorfahrtsregelung. Die noch laufenden Erschließungsarbeiten würden sich in der mittleren Phase befinden, teilte Bürgermeisterin Anna Neppel in dieser Woche dem Gemeinderat mit. Höchste Zeit also für das Andechser Gremium, sich mit dem geplanten Ausbau der Mühlstraße zu beschäftigen.

Vordergründig ging es am Dienstag um die Kostenaufteilung. „Die Kosten sollen zu 75 Prozent die AWA Ammersee und zu 25 Prozent die Gemeinde Andechs übernehmen“, erklärte Bauamtsleiter Michael Kuch. SPD-Gemeinderat Peter Eberl wollte daraufhin wissen, um welche Summe es konkret gehe. „Die Kostenschätzung beläuft sich insgesamt auf 400 000 Euro“, antwortete Kuch. „Das heißt 100 000 Euro und die Planungskosten würden die Gemeinde tragen.“ Damit waren Eberl und die anderen Gemeinderäte einverstanden.

Der Einmündungsbereich der Mühlstraße soll enger werden

Kuch erklärte zudem, welche Baumaßnahmen geplant sind. Der Einmündungsbereich zur Andechser Straße werde von aktuell acht Meter Breite auf sechs Meter verschmälert, zudem sind sechs zusätzliche Stellplätze und mehr Platz für Fußgänger geplant. Die Mühlstraße ist ja auch Teil des Schulweges. Die ehemalige Bushaltebucht fällt komplett weg.

Bei dieser Gelegenheit meldete sich die stellvertretende Bürgermeisterin Christine Hirschberger (Bürgergruppe) zu Wort. Sie habe sich die Situation der Schüler am Dienstagmorgen in der Mühlstraße angeschaut. Gemeinsam mit den beiden Schulweghelferinnen sei sie zu dem Fazit gekommen, dass der vorderste Stellplatz auf Seite des Rathauses für die Verkehrssicherheit nicht optimal sei. „Der verdeckt die kleinen Kinder, wenn sie über die Straße gehen“, erklärte Hirschberger. „Ich fände es daher sinnvoll, diesen Stellplatz zu streichen.“ Das Bauamt muss dies mit dem Planer noch abklären.

Auch eine Umwidmung der Straße ist geplant

Georg Scheitz (CSU) sprach sich außerdem für eine Umwidmung der Mühlstraße zu einer untergeordneten Straße aus. „Die Wertigkeit der Straße ändert sich dadurch nicht“, erklärte Kuch. „Die Mühlstraße bleibt wie der Steinrinnenweg eine Gemeindestraße.“ Jedoch ergebe sich durch die Umwidmung eine geänderte Vorfahrtsregelung: Von der Starnberger Straße kommend verläuft die Mühlstraße in einer Linkskurve, wobei derzeit noch eine abbiegende Vorfahrt besteht. „Künftig hat Vorfahrt, wer geradeaus weiter von der Mühlstraße in den Steinrinnenweg fährt“, sagte Kuch. Wer links abbiegen will, muss dann warten. Der Umwidmung sowie den Ausbauplänen inklusive Kostenaufteilung stimmte die Mehrheit des Gemeinderats zu. Es gab nur zwei Gegenstimmen.

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