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Bewährtes Team: Nikolaus Neumaier (v.l.), Hannelore Rasch, Cornelia Schulz, Uli Stumbaum, Amelie Erhard, Abt Dr. Johannes Eckert, Bernt Lusteck und Pater Anno Bönsch. 

Freundeskreis Kloster Andechs

Geschichte(n) vom Heiligen Berg

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Das Kulturprogramm des Freundeskreises Kloster Andechs funktioniert, auch wenn es in leicht abgewandelter Form fortgesetzt wird.

Andechs – Nikolaus Neumaier war am Freitagabend überrascht und erfreut zugleich. Der Vorsitzende des Freundeskreises Kloster Andechs konnte zur Jahresversammlung rund 45 Mitglieder begrüßen. „So viele sind wir sonst nicht“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Besonders erfreulich war für Neumaier, einige neue Gesichter entdeckt zu haben, denn der mehr als 30 Jahre alte Verein beginnt, was die Mitgliederzahl angeht, zu schrumpfen. Neuzugänge seien insofern mehr als erfreulich. Das tut dem Freundeskreis gut, der das kulturelle Leben am Berg unterstützen und fördern will.

Zuletzt funktionierte dies ganz gut mit dem Werkstattexperiment, den so genannten Andechser Miniaturen. Diese fanden bisher an Zuschauern vorher unbekannten Orten statt. „Das werden wir ändern“, sagt Neumaier. In der Hoffnung, vielleicht mehr Zuschauer locken zu können, obwohl die Veranstaltungen mit 80 Besuchern zum Teil auch gut besucht waren. „Es gab aber auch nur 25“, sagt Neumaier. Ein Schnitt von 40 bis 50 Zuschauern sei wünschenswert.

Anders als im Vorjahr wird es auch nicht eine große Themenvorgabe geben, sondern mehrere. Ein Veranstaltungsort soll zum Beispiel im nächsten Jahr am Wittelsbacher Friedhof sein, das allein erzeuge vielleicht Neugier, so Neumaiers Hoffnung.

Bei den Themen soll es um Andechser Geschichten und Geschichten aus Andechs gehen. Der Vorsitzende erwähnt in diesem Zusammenhang den Bamberger Königsmord, der den Untergang des Herzogsgeschlechts der Andechs-Meranier einläutete. Auch ein Live-Hörspiel sei geplant nach dem Buch „Tyll“ von Daniel Kehlmann, das 2017 erschienen ist. Es erzählt die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Protagonist ist ein Tyll, der sich an den Schalk Till Eulenspiegel anlehnt, und der sich auf seiner Flucht im Kloster Andechs versteckt haben soll. Darüber hinaus soll es eine Ballett-Clownerie auf der Biergartenterrasse geben oder „Begehbare Ausstellungen“ parallel zu den Markttreiben im Florianstadl. Gestrichen wurde das Gespräch im Kloster. „Das hat nicht funktioniert, bedauert Neumaier. Stattdessen soll die vom ehemaligen Staatsminister Dr. Thomas Goppel angestoßene Reihe „Auf ein Wort mit ... “ fortgesetzt werden.

Neumaier freut sich auf die nächste Saison, die er weiter als Vorsitzender mitgestaltet. Wie er wurden sämtliche Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Pater Anno Bönsch und Uli Stumbaum als Stellvertreter, Hannelore Rasch als Schatzmeisterin, Amelie Erhard als Schriftführerin sowie Bernt Lusteck und Cornelia Schulz als Beisitzer. Ausgeschieden ist Landrat Karl Roth, der nicht mehr kandidierte.

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