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Ein ambitioniertes Trio: (v. l.) Bürgermeisterkandidat Robert Klier, amtierende Bürgermeisterin Anna Nep pel und Bürgergruppen-Vorsitzende Christine Hirschberger.

Kommunalwahl 2020 in Andechs

Der zuagroaste Bürgermeisterkandidat

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Bürgermeisterin Anna Neppel wird nächstes Jahr nicht mehr bei der Andechser Kommunalwahl kandidieren. Am Donnerstag präsentierte die Bürgergruppe nun ihren potentiellen Nachfolger.

Andechs – Er ist 46 Jahre alt, ursprünglich aus Garching und unter Erlingern schon allseits bekannt: Robert Klier tritt bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2020 als Bürgermeisterkandidat für die Andechser Bürgergruppe an. Das verkündete die Erste Vorsitzende Christine Hirschberger am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung der Gruppierung und ließ damit das „Häschen aus dem Zylinder“, wie Klier Gemeinderat Erasmus Höfler zitierte.

„Nachdem Anna Neppel uns mitteilte, dass sie für die nächste Bürgermeisterwahl nicht mehr zur Verfügung steht, waren wir uns sofort einig, dass wir einen neuen Kandidaten stellen wollen“, erzählte Hirschberger. Neppel geht nach zwölf Jahren als Bürgermeisterin in den Ruhestand. Einerseits aus Altersgründen, andererseits um mehr Zeit für die Familie zu haben. „Sie hat das all die Jahre super gemacht und nach zwölf Jahren ist es auch mal gut“, würdigte Hirschberger die Bürgermeisterin.

Hirschberger wurde im Fitnessstudio auf Klier aufmerksam

Auf Neppels potentiellen Nachfolger wurde Hirschberger im Fitnessstudio aufmerksam. „Man grüßt sich und redet ein bisschen und da hat Frau Hirschberger mich gefragt, ob ich Interesse an der Politik hätte“, erzählt Klier, als er sich bei der Versammlung offiziell vorstellte. Nachdem er die Frage bejahte und Interesse an der Bürgergruppe bekundete, habe Hirschberger einen Termin bei der Bürgermeisterin ausgemacht. Bei einer Vorstandssitzung der Bürgergruppe, zu der Klier wenig später eingeladen wurde, ließen Neppel und Hirschberger dann die Katze aus dem Sack. Nachdem Klier schon zugestimmt hatte, sich als Gemeinderat für die Bürgergruppe zu engagieren, sagte Neppel geradeheraus: „Wir wollen mehr, wir hätten Sie gerne als Bürgermeisterkandidaten.“ 

Klier sei überrascht gewesen, habe sich aber auch geehrt gefühlt, berichtete Hirschberger. Nach sechs Wochen Bedenkzeit willigte der 46-Jährige schließlich ein. Wichtig war ihm, dass Ehefrau Karin und seine beiden Kinder hinter dieser Entscheidung stehen. Seine Frau war auch der Grund, warum Klier vor zwanzig Jahren nach Andechs zog. „Ich bin also kein alteingesessener Erlinger, sondern ein Zuagroaster, aber schon eine Weile da“, sagte der 46-Jährige.

Klier engagiert sich bei den Erlinger Tell-Schützen und im Heimatverein 

Da sich Klier als zweiter Schützenmeister der Tell-Schützen und als Vorstandsmitglied im Heimatverein engagiert, ist er in Erling bereits ein bekanntes Gesicht. Auch seine Ausbildung würde ihm als Bürgermeister hilfreich sein. Der Maurermeister bildete sich 1998 zum staatlich geprüften Bautechniker fort und arbeitet heute als Lehrer an der Fachschule für Bautechnik und an der Meisterschule für das Bau- und Kunsthandwerk in München.

Den Baudruck in Einklang mit sozialen und ökologischen Aspekten richtig zu bewältigen, ohne dass die Ortschaft leidet, und außerdem die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, sind für Klier die größten Herausforderungen in Andechs. „Ich freue mich aber bereits darauf, etwas im Ort zu bewegen, das gute Dorfklima zu erhalten und aktiv mitanzupacken“, sagte Klier.

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