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Im Generalentwässerungsplan werden Regenwasserkanäle geprüft. 

Ammersee wasser- und Abwasserbetriebe

Masterplan gegen Hochwasser

Um Hochwasser im Andechser Kienbach auch bei starkem Regen zu vermeiden, setzt die Gemeinde Andechs nun auf  einen Generalentwässerungsplan. 

Andechs– Es ist das Ergebnis aus knapp zwei Jahren Arbeit, das die Andechser Bürgermeisterin Anna Neppel dem Bauausschuss in der Sitzung am Mittwochabend präsentierte. In Zusammenarbeit mit den Ammersee Wasser- und Abwasserbetrieben (AWA) hat die Gemeinde als erste im Verbandsgebiet einen Generalentwässerungsplan (GEP) für die Regenwasserkanäle des gesamten Gemeindebereichs entworfen.

Der Plan solle helfen, Hochwasser im Kienbach zu vermeiden, erklärte Neppel. Gemeinsam mit den AWA wurde der Zustand des bestehenden Regenwasserkanalnetzes ermittelt. Mithilfe eines Computerprogramms wurden hydraulische Berechnungen durchgeführt, die Aufschluss darüber geben, ob die Wasserleitfähigkeit der Regenwasserkanäle ausreichend ist. Andernfalls kommt es zu einem Rückstau und zu Wasseraustritt über die Kanaldeckel. Um dieses Szenario zu vermeiden, wird mithilfe des Plans ermittelt, welche Kanäle neu gebaut, saniert oder erweitert werden müssen. So sei beispielsweise der Kanal an der Mühlstraße in Erling am Limit und müsse ausgebaut werden, sagte Bauamtsleiter Michael Kuch.

Neben der Mängelermittlung im bestehenden Kanalsystem dient der GEP auch als Grundlage für zukünftige Ausbaumaßnahmen. „Der Plan entstand im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde und berücksichtigt die geplante Ortsentwicklung“, schreibt Thomas Jacobs von den AWA in seiner Erläuterung. Bei der Ausweisung von neuen Baugebieten kann er Gold wert sein. „Wir wollten die AWA frühzeitig in den Flächennutzungsplan miteinbinden“, sagte Neppel. Und so hat Andechs zugleich eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Gemeinde ist die erste, die einen GEP in Zusammenarbeit mit der AWA erstellt hat. „Die AWA will solche Pläne auch mit anderen Gemeinden aus dem Verbandsgebiet entwickeln“, sagte Jacobs auf Anfrage. Zum beispiel als Expertise bei der Ausweisung neuer Baugebiete.

Drei Pläne für den Umgang mit Hochwasser

Der GEP ist nicht der erste Plan, der den Umgang mit Hochwasser im Kienbach im Extremfall regeln soll. Auch ein Gewässerentwicklungsplan und ein Hochwasserschutzkonzept dienen diesem Zweck. „Es handelt sich dabei zwar um drei separate, eigenständige Konzipierungen“, erklärte Neppel auf Nachfrage. „Aber sie gehören in gewisser Weise doch zusammen, weil sie das gleiche Ziel haben.“ Und nachdem der GEP nun fertiggestellt wurde, will sich Neppel wieder mehr mit dem Hochwasserschutzkonzept auseinandersetzen. Darin war neben der erfolgten Sanierung des Kienbachufers auch von der Errichtung drei großer Dämme die Rede (wir berichteten). Aktuell soll nur einer dieser Dämme realisiert werden. „Hinter dem Hofladen der Molkerei Scheitz soll das Rückhaltebecken für den Ortsteil Erling entstehen“, sagte Neppel auf Anfrage. Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern seien bereits geführt worden.

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