Digitaler Unterricht
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Digitaler Unterricht

Carl-Orff-Schule

Andechs gibt gutes Beispiel

  • VonAndrea Gräpel
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Die Christian-Morgenstern-Grund- und Mittelschule Herrsching war die erste Schule im Landkreis, die voll digitalisiert war, die viel kleinere Klostergemeinde Andechs muss sich hinter dem großen Nachbarn aber nicht verstecken. Auch sie arbeitet mittlerweile voll digitalisiert mit einer pädagogischen Netzwerklösung. Und ihr Verwaltungsnetzwerk „Lean Lan“ wird nun beispielgebend für alle Grund- und Mittelschulen und gilt als Pilotprojekt in den Landkreisen Starnberg und Landsberg.

Erling - Bürgermeister Georg Scheitz könnte stolzer nicht sein. Gerade erst hatte er dem Gemeinderat die Bilanz präsentiert. Auch Schulleiterin Brigitte Ruckdäschel freut sich über die digitale Ausstattung ihrer Schule. Seit zwei Wochen gibt es sogar einen Glasfaseranschluss. Zwei Jahre hatte die Gemeinde darauf gewartet. Auch wenn die Gemeinde für eine Übergangslösung gesorgt hatte, sei es im Lockdown vorgekommen, dass nicht zwei Lehrkräfte gleichzeitig einwandfrei im Netz arbeiten konnten. Mit der Glasfasertechnik gebe es diese Probleme nicht mehr.

Die Grundschule in Erling hat zehn Klassenzimmer. Jedes Klassenzimmer verfügt über einen Anschluss an das Schulhausnetzwerk, einen Beamer mit Präsentationsfläche, eine Dokumentenkamera, WLAN, Audiosystem oder auch über einen stationären Lehrerarbeitsplatz-Rechner. Zwei Klassen können sogar mit iPads unterrichtet werden. Die Schule ist nämlich mit 48 Tablets für Schüler und mit 14 Lehrerdienstgeräten ausgestattet.

Trotzdem erfüllen auch alle anderen Klassen die Kriterien des Kultusministeriums für ein digitales Klassenzimmer. Eine Ausstattung, die während des Lockdowns Gold wert war. „Das Kollegium ist richtig fit“, freut sich Ruckdäschel. Auch wenn mit dem Glasfaseranschluss weitere Fortschritte erzielt werden könnten, ist es der Schulleiterin doch sehr viel lieber, dass sie ihre Schüler endlich wieder von Angesicht zu Angesicht sehen kann. „Dieser Kontakt ist durch nichts zu ersetzen“, sagt sie.

Die Kosten der Ausstattung in der Carl-Orff-Grundschule betrugen rund 109 000 Euro, wurden jedoch zum großen Teil gefördert. Für die Installations- und Wartungskosten stellt die Gemeinde im laufenden Haushalt 17 000 Euro bereit. Da die Installation allerdings aufwendiger war, kündigte Simon Küffer bereits Mehrkosten in Höhe von 6000 Euro an. Küffer ist Informationstechnischer Berater digitale Bildung (iBdB) an den Schulämtern in Starnberg und Landsberg. Nachdem der Glasfaseranschluss nun gelegt ist, müssen noch vier Fachräume an die Schulhausverkabelung angebunden werden.

Dann habe die Schule und damit auch die Gemeinde für die nächsten drei bis fünf Jahre Ruhe, schätzt Geschäftsleiter Michael Kuch. Schließlich sei alles neu. Den jährlichen Unterhalt bezifferte er in der Zusammenstellung für den Gemeinderat mit rund 9700 Euro für Wartung, Internetanschluss, Absicherung, Software und Lizenzen.

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