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Symbolbild.

Bürgerversammlung

Mehr Geburten als Sterbefälle: Kinderhaus kommt zur rechten Zeit

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Andechs‘ Bürgermeister Anna Neppel präsentiert bei der Bürgerversammlung ihren Jahresbericht. Bemerkenswert: In Andechs hat es mehr Geburten als Sterbefälle gegeben.

Andechs – Soziale Bodennutzung, Bevölkerungsentwicklung und Projekte wie das Kinderhaus – diese und viele weitere Themen standen bei der Bürgerversammlung für die Gemeindeteile Erling, Frieding und Machtlfing auf dem Programm. Mit knapp 60 Anwesenden haben dieses Jahr relativ wenig Bürger an der Veranstaltung im Friedinger „Erwin Rauscher Haus“ teilgenommen. „Das gute Wetter ist daran Schuld“, sagte Bürgermeisterin Anna Neppel.

Nichtsdestotrotz begann die Veranstaltung pünktlich mit dem ersten Tagesordnungspunkt: Rechtsanwalt Dr. Gerhard Spieß informierte über die soziale Bodennutzung. Der Grundsatzbeschluss zur sozialgerechten Bodennutzung soll bezahlbaren Wohnraum für Einheimische, aber auch alle anderen Bürger schaffen, erklärte Spieß. Umgesetzt wird der Beschluss durch einkommensorientierte Förderung seitens des Freistaats sowie durch klassische Einheimischenmodelle, bei denen Grundstücke vergünstigt an Einheimische verkauft werden. Die neue Regelung ermöglicht zudem, Grundstückseigentümer vertraglich zu verpflichten, etwa ein Drittel ihres Grundstücks für Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Der Beschluss greift aber erst bei Baulandausweisungen von über 500 Quadratmetern. „Es ist ein komplexes Thema“, sagte Neppel. „Wir brauchen dafür das Miteinander der Bürger.“

Um die Bürger ging es auch beim nächsten Thema, der Einwohnerentwicklung in Andechs. Seit 2014 sei die Gemeinde um etwa 200 Einwohner gewachsen – dabei handle es sich um 100 gemeldete Flüchtlinge und 100 Zugezogene. Damit liegt die Einwohnerzahl nun bei 3692 Einwohnern. Im Jahr 2017 gab es 41 Geburten und 31 Sterbefälle. „Somit liegen die Sterbefälle unter den Geburten“, freute sich Neppel. Mit 41 Geburten ist der Jahrgang 2017 der geburtenstärkste Jahrgang seit drei Jahren. Das Kinderhaus kommt angesichts dieser Bevölkerungsentwicklung gerade richtig.

Die Schulden der Gemeinde sind von 2016 auf 2017 um etwa zwölf Prozent auf rund 1,2 Millionen Euro gesunken. Neue Kredite mussten nicht aufgenommen werden. Erfolgt die Schuldentilgung weiter wie bisher, wird die Gemeinde voraussichtlich im Jahr 2025 schuldenfrei sein.

Abschließend gab Neppel einen Ausblick auf Projekte im Jahr 2018. Für den Bau des Kinderhauses belaufen sich die Kosten auf 2,7 Millionen Euro. Die Sporthalle ist mit 1,7 Millionen Euro im Budget eingeplant. Weitere Vorhaben sind die Erweiterung des Friedhofs an der Friedenskapelle, ein Treppenlift imRathaus und die Einrichtung der Tagespflege hinter dem Haus Erling. 

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