Das alte Feuerwehrhaus könnte bald Geschichte sein. Im Gemeinderat stellte Kommandant Stefan Sedlmayr die Pläne für die neue Halle vor.
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Das alte Feuerwehrhaus könnte bald Geschichte sein. Im Gemeinderat stellte Kommandant Stefan Sedlmayr die Pläne für die neue Halle vor.

Leichtbauhalle statt Neubau

Neue Pläne für Feuerwehrhaus

  • Laura Forster
    VonLaura Forster
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Die Pläne für das neue Gerätehaus der Friedinger Feuerwehr schreiten voran. Statt in einen Neubau sollen die Ehrenamtlichen in eine Leichtbauhalle südlich der Scheuertalstraße ziehen. Nur so kann die Gemeinde das alte Feuerwehrhaus behalten.

Frieding – Dass die Feuerwehr Frieding ein neues Feuerwehrhaus braucht, ist lange bekannt. „Das derzeitige Haus ist vielleicht gut gelegen, aber für den täglichen Einsatz ungünstig“, sagte Georg Scheitz, Bürgermeister der Gemeinde Andechs, in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Wir sind im Zugzwang.“ Deshalb stellte Kommandant Stefan Sedlmayr die Pläne für ein neues Haus dem Gemeinderat vor. „Ich bin der Meinung, dass es hier keinen Architekten braucht, sondern jemanden, der täglich mit dem neuen Feuerwehrhaus zu tun hat“, sagte Scheitz.

Seit 2015 beschäftigt sich die Wehr in Frieding mit einem neuen Haus. „Irgendwann kam die Idee, dass wir die Halle vom Landkreis für die Feuerwehr übernehmen können“, sagte Sedlmayr. „Wir als Feuerwehr waren relativ offen gegenüber dem Vorschlag.“ Statt eines Neubaus will die Gemeinde die Feuerwehr also in einer sogenannten Leichtbauhalle südlich der Scheuertalstraße unterbringen. Dabei handelt es sich um das schnell aufbaubare Gebäude des Landkreises, das ursprünglich für das geplante Katastrophenschutzzentrum (wir berichteten) vorgesehen war. Das wird jedoch vorerst verschoben. Die Halle, bestehend aus einem Haupt- und einem Nebengebäude, ist noch eingelagert. Sie soll laut Verwaltung von der Firma Wolfsystem und Wolfhaus aus Osterhofen (Kreis Deggendorf) aufgebaut werden.

Ein großes Lager, zwei Umkleiden, ein kleines Lager, ein Hauswirtschaftsraum und die Feuerwehrhalle mit zwei Stellplätzen sind für das 500 Quadratmeter große Hauptgebäude geplant. „Den restlichen Platz könnte die Gemeinde als Lager nutzen“, sagte Sedlmayr in der Sitzung. In dem kleineren Anbau sollen ein Büro, ein Jugendraum, eine Werkstatt, zwei Toiletten, eine Küche, ein Vorratsraum und ein Schulungsraum untergebracht werden. Außerdem ist auch ein Schlauchwaschplatz im neuen Feuerwehrhaus geplant. „So eine Anlage haben wir gerade nicht. Die könnten auch die Feuerwehren der anderen Gemeindeteile mitnutzen“, sagte der Kommandant.

Der Gemeinderat reagierte positiv auf die vorgestellten Pläne. „Es freut mich, dass das neue Feuerwehrhaus endlich ein Gesicht hat“, sagte Florian Frey (CSU). Dem Zweiten Bürgermeister Robert Klier (Bürgergruppe Andechs) war es wichtig zu wissen, ob auch die Feuerwehr mit der Planung einverstanden ist. „Wir können ganz gut damit leben“, antwortete Sedlmayr. Es sei zwar ein Unterschied zum ursprünglich angedachten Neubau. „Aber es ist halt eine finanzielle Frage.“

Das Feuerwehrhaus in der Leichtbauhalle ist laut Bürgermeister etwa halb so teuer wie ein Neubau, der auf 3,5 Millionen Euro geschätzt wurde. So könne die Gemeinde das alte Feuerwehrhaus behalten und sehe sich nicht aus finanzieller Sicht zum Verkauf gezwungen. Im alten Haus soll die Landjugend bleiben. Der Gemeinderat hat die Verwaltung einstimmig ermächtigt, weitere Schritte einzuleiten und einen Planer zu beauftragen. lf

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