Groß, schick und modern. So soll das neue Geschäfts- und Wohnhaus der VR Bank an der Herrschinger Straße in Erling aussehen.
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Groß, schick und modern. So soll das neue Geschäfts- und Wohnhaus der VR Bank an der Herrschinger Straße in Erling aussehen.

Kleiner als geplant

Neue Pläne für Großprojekt in Erling

  • Laura Forster
    VonLaura Forster
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Die Planung für das Großprojekt der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg in der Ortsmitte von Erling schreitet wieder voran – nach eineinhalb Jahren Unterbrechung. Statt zwei Wohn- und Geschäftshäusern soll nun nur noch ein Gebäude gebaut werden – auf Wunsch der Bürger.

Erling – Kleiner, kompakter, weniger Wohnungen und Gewerbe, dafür mehr Stellplätze: Das Bauvorhaben der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg in Erlings Ortsmitte wurde in den vergangenen Monaten ordentlich auf den Kopf gestellt. Die langjährige Filiale auf dem Grundstück an der Ecke Herrschinger Straße/Raiffeisenstraße soll zwar immer noch abgerissen werden, auf der Fläche soll statt zwei Häusern aber nur noch ein Neubau errichtet werden. In der Sitzung des Bauausschusses des Gemeinderats in dieser Woche stand der Bebauungsplan für das Grundstück auf der Tagesordnung. Dabei stellte die VR Bank die Änderungen des Projekts vor.

„Wir sind auf die Einwände und Wünsche der Anwohner eingegangen“, sagte Martin Barth von der VR Bank, der das Projekt betreut, im Anschluss dem Starnberger Merkur. Als der Vorentwurf öffentlich auslag, hatten zwei Anwohner in einer Stellungnahme bei der Gemeinde Bedenken zur Größe des Projekts geäußert. „Das war der Öffentlichkeit zu dicht bebaut“, sagt der Geschäftsleiter der Gemeinde, Michael Kuch. Darauf hat die VR Bank nun reagiert.

Das kleinere der beiden geplanten Gebäude, ein Dreispänner mit jeweils 140 Quadratmetern Grundfläche an der Raiffeisenstraße, hat die Bank gestrichen. Dafür sollen dort Autostellplätze entstehen. „Die Gemeinde hat von Anfang an die Duplex-Garagen, die ursprünglich in der Tiefgarage geplant waren, kritisch gesehen“, sagt Barth. Die Doppelparker sollen gegen eine einfache Garage unter dem Haus ersetzt werden und die dafür anfallenden Stellplätze auf dem freien Platz des ursprünglich geplanten zweiten Hauses gebaut werden. Insgesamt sollen 74 Stellplätze errichtet werden, 22 mehr als im ersten Entwurf.

In der neuen Planung sind nicht mehr 22 Wohnungen vorgesehen, wie ursprünglich angedacht, sondern 17. Auch die Anzahl der Arztpraxen, die in dem Gebäudekomplex entstehen, wurde um die Hälfte auf zwei reduziert. Die Bäckerei mit Café und die Bankfiliale sind jedoch weiterhin in den Plänen enthalten. „Uns war es wichtig, dass das Gewerbe an der Herrschinger Straße liegt“, sagt Kuch. Die Straße ist die Hauptschlagader in dem Andechser Ortsteil. Ursprünglich hätte das Bauprojekt schon längst fertiggestellt sein sollen. Der Baubeginn war für das Frühjahr vergangenen Jahres angesetzt. Ein Wechsel des Planungsbüros der VR Bank verzögerte jedoch das Vorhaben. Die neue Planung hat das Büro Dragomir Stadtplanung aus München übernommen. Die Bank peilt nach Aussagen Barths den Beginn der Bauarbeiten nun für Frühjahr 2022 an.

Zuvor muss jedoch erst der modifizierte Bebauungsplan fen erneut öffentlich ausgelegt werden. „Ich denke jedoch nicht, dass es noch einmal zu kritischen Stellungnahmen seitens der Bürger kommen wird“, sagt Kuch. „Wenn die Satzung beschlossen ist, ist die VR Bank mit einem Bauantrag am Zug.“

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