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Pater Coelestin wird am Donnerstag beigesetzt.

Nachruf

Pater Coelestin ist tot

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Andechs - Mit ihm verliert das Kloster ein liebgewonnenes und vertrautes Gesicht: Der langjährige Pfarrer von Erling und Machtlfing, Pater Coelestin Stöcker, ist eine Woche vor seinem 89. Geburtstag verstorben. 

Pater Coelestin Stöcker ist tot. Wer ihn kannte, weiß, dass der bald 89-Jährige schon lange nicht mehr bei bester Gesundheit war. Sein Tod kommt dennoch unerwartet und macht betroffen. Pater Coelestin war nicht nur der Senior des Konvents, er war das allen vertraute Gesicht im Kloster. Am Freitag hätte er Geburtstag gehabt, stattdessen wird er am Donnerstag nach einem Requiem (10 Uhr) in der Wallfahrtskirche im Friedhof an der Friedenskapelle beigesetzt.

Die Erlinger haben Pater Coelestin ins Herz geschlossen. Immer hatte er ein freundliches Wort übrig, gerne waren es Komplimente, die sich mit zunehmenden Alter auch mal wiederholten. Aber wer wollte dies nicht dem liebenswerten Seelsorger nachsehen? Ebenso seine Geschichten, die er mit den Jahren immer weiter auszuschmücken wusste – Geschichten aus der Andechser Geschichte oder von seinen vielen Reisen nach Südamerika.

Die Erlinger kennen Pater Coelestin als ihren Pfarrer, der er von 1967 bis 2002 war. Eine Straße im Klosterdorf wurde zu Lebzeiten nach ihm benannt. Zeitweise betreute er zudem die Pfarrei St. Johannes Baptist in Machtlfing und war Wallfahrtsdirektor am dem Heiligen Berg. Vielen mag in Erinnerung sein, dass Stöcker vor Anselm Bilgri von 1964 bis 1975 Prior in Andechs war. Parallel folgte er einer weiteren Mission, der Mission in Bolivien. Den Missionskreis Andechs hat er 1987 gegründet. Als Ehrenvorsitzender hat er die Geschicke des Vereins bis zuletzt verfolgt.

Pater Coelestin kam 1927 als Franz Josef Stöcker in der fränkischen Schweiz zur Welt. 1948 legte er in St. Bonifaz in München seine Profess ab. Vier Jahre später wurde er zum Priester geweiht.

Altwerden, so schrieb Pater Coelestin in seinem letzten Editorial für das Andechser Bergecho vor etwas mehr als einem Jahr, hieß für ihn besonders „loslassen“. Er selbst blickte mit „tiefer Zufriedenheit“ zurück.

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