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Der Kanalgraben läuft immer wieder voll Wasser. Auch das sorgt für Verzögerung.

Straßenbau

Überraschung wartet im Untergrund

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Erling - Zwei Jahre Baustelle war den Andechser Gemeinderäten ursprünglich zu viel. Diese zwei Jahre sind lange um, die Bauarbeiten an der Hauptstraße von Erling noch lange nicht abgeschlossen. „Es gibt viel, was sich ergibt, wenn draußen offen ist“, erklärt Bauingenieur Benjamin Neudert. So war es auch in Erling. Die Fertigstellung des Westabschnitts wird sich mindestens bis Ende des Jahres verzögern.

Seit August 2014 wird am Dorfplatz und an der Hauptstraße gebaut. Eine Umgestaltung in drei Bauabschnitten. Die weitaus größten Behinderungen zogen die Arbeiten dort nach sich, da der Verkehr am Knotenpunkt Alte Schmiede über eine ganze Reihe von Umleitungen und Einbahnregelungen geführt werden musste (wir berichteten). Seit Monaten ist nun die Herrschinger Straße in Erling streckenweise nur halbseitig befahrbar. Der alte Belag war nicht mehr frostsicher, der Regenwasserkanal muss ersetzt werden. Autos und Lkw rumpeln über die bis zu 65 Zentimeter abgetragene beziehungsweise „ausgekofferte“ Fahrbahndecke. Für Radfahrer ist es schwer, an dem sich stauenden Verkehr vorbeizukommen.

„Wir hatten sehr, sehr große Schwierigkeiten“, räumt Neudert ein. Die jüngste Sanierung habe 50 bis 60 Jahre zurückgelegen, da sei man vor Überraschungen nicht gefeit. Diese stellten sich unter anderem in Form von Betonklötzen dar. „Immer wieder stießen wir darauf“, sagt Neudert. Offenbar habe man die Anschlüsse zum Schmutzwasserkanal damals auf diese Weise befestigt. Zum Teil mussten diese Klötze aufgesprengt werden.

Das war aber nur ein Grund, weshalb der westliche Teil der Ortsdurchfahrt nicht wie geplant im September fertiggestellt ist. Die Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) mussten feststellen, dass die Wasserleitungen in der Straße in einem schlechten Zustand sind. „Bevor wir die neue Straße nächstes Jahr wieder aufreißen müssten, nehmen wir dann lieber alles mit“, erklärt Neudert. Darüber hinaus müsse der Kanalgraben ständig ausgepumpt werden. „So konnten wir den Endtermin nicht einhalten“, bedauert der Herrschinger Planer.

Mittlerweile sind die Arbeiten jedoch immerhin zum Teil abgeschlossen. Der Straßenabschnitt von der Kreuzung bis am Haus Erling vorbei, kann laut Gemeindemitarbeitern Peter Kirchbichler noch im September fertiggestellt werden. „Es muss nur noch die Feinteerung aufgetragen werden.“ Bürgersteige und Parkplätze sind eingerichtet, wenn auch noch nicht beschildert. „Das können wir aber schnell nachholen“, verspricht Neudert. Da müsse man nicht bis Ende September warten.

Zurzeit wird am Straßenabschnitt bis hinauf zur Erlinger Höhe gebaut. „Wir hoffen, dass nichts mehr dazwischen kommt“, sagt Kirchbichler. „Ich bin frohen Mutes“, sagt der Planer. „Die Firmen sollten fertig werden“, glaubt Neudert, „wir haben noch gute drei Monate, die wir arbeiten können.“ Das sei machbar.

Mit der Sanierung des östlichen Teils der Hauptstraße, der Starnberger Straße, könne dann im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden, meint Neudert. So ist jedenfalls der Plan. Auch auf diesem Teilstück wird es freilich wieder zu Behinderungen kommen.

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