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Im Schatten von Kloster Andechs gedeihen viele Wohnbaupläne.

Viele neue Projekte

Bauboom in Erling: Bürgermeisterin fühlt sich gewappnet

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In Erling gibt es immer mehr Wohnbaupläne. Für ausreichend Kinderbetreuungsplätze ist aber gesorgt, glaubt die Gemeinde.

Erling – Im Klosterdorf eröffnen sich nicht nur eine, sondern gleich vier Möglichkeiten, Wohnraum zu schaffen. Am Kerschlacher Weg ist bereits eine große Neubausiedlung entstanden. Mit den Plänen für Stadlerwiese und VR Bank werden innerhalb der nächsten Jahre bis zu 84 weitere Wohneinheiten geschaffen – Pähler Hart (35) und die Bebauung links vom Steinrinnenweg (20) nicht eingerechnet. Auch für das Gelände des ehemaligen Max-Planck-Instituts oberhalb der Von-der-Thann-Straße wird ein Bebauungskonzept erwartet. Ein Drittel der 30 000 Quadratmeter großen Fläche dort würde die Gemeinde Andechs für Wohnbebauung freigeben. Damit wird auch die ein oder andere Familie zuziehen, deren Kinder betreut werden sollen. Bürgermeisterin Anna Neppel nimmt es entspannt.

„Das alles wird nicht in den nächsten zwei Jahren passieren“, sagt Bürgermeisterin Anna Neppel. Innerhalb der nächsten zehn Jahre seien bis zu 200 Wohneinheiten mehr allein in Erling aber durchaus im Bereich des Möglichen. Die zurzeit rund 3600 Einwohner zählende Klostergemeinde würde schon bald an der 4000er-Marke kratzen. „Es ist nur eine Frage der Zeit“, weiß auch die Rathauschefin. Und sie weiß, dass damit auch die Gemeinde in der Pflicht steht, nämlich dafür, Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, möglicherweise auch die Schule zu erweitern.

Momentan kann sich das Angebot an Betreuungsplätzen in den Ortsteilen Erling, Frieding und Machtfling sehen lassen. Insgesamt stünden nur vier Kinder auf Wartelisten, die sofort untergebracht werden müssten, so die Rathauschefin. „Von uns gibt es aber schon jetzt eigentlich überall im Landkreis Kinder“, weiß Anna Neppel. Viele Eltern hätten ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit untergebracht oder hätten die Möglichkeit, sie im Betrieb betreuen zu lassen. Trotzdem könnte es irgendwann knapp werden in Andechs. „Darum bauen wir unser Kinderhaus“, sagt die Bürgermeisterin. Statt für eine damals ermittelte fünfgruppige Einrichtung, hatte sich der Gemeinderat ohnehin schon für ein sechsgruppiges Haus entschieden.

Die Ermittlung war 2014 durch eine Elternabfrage erfolgt. „Natürlich wussten wir da noch nichts von den Plänen für die Stadlerwiese oder auf dem Grundstück der VR Bank“, räumt Anna Neppel ein. Aber sie ist zuversichtlich. „Wir haben ja auch noch nicht zugestimmt, es wurden lediglich die Konzepte für das jeweilige Vorhaben vorgestellt.“ Bis die ersten Bagger anrollen, fühlt sie sich auf der sicheren Seite. Im Gemeindebereich können zurzeit rund 200 Betreuungsplätze angeboten werden – im Kindergarten St. Elisabeth Erling 75, im Kindergarten Sternschnuppe in Frieding 36, in der Krippe in Machtlfing zwölf, im Rosenkindergarten in Machtlfing 15 plus acht Krippenkinder, im Netz für Kinder (Bärenhöhle) in Erling 40 und im neuen Waldkindergarten Machtlfing weitere 17 Kinder. Momentan seien alos soweit alle Anfragen erfüllt, also alle Kinder untergebracht. Sogar zwei Flüchtlingskinder im Vorschulalter aus Erling könnten in Frieding betreut werden und müssten nicht mehr nach Feldafing, freut sich Anna Neppel. Und wenn das neue Kinderhaus steht, kommen nochmal 137 Plätze dazu.

Die Bürgermeisterin lässt sich durch die Neubaupläne nicht aus der Ruhe bringen und betont nochmal, dass der Zuzug nicht innerhalb kürzester Zeit erfolge, „zehn Jahre sind realistisch“.

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