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Baumaschinen haben lange Zeit das Bild auf der Ortsdurchfahrt in Erling beherrscht. Rechtzeitig und wie angekündigt vor dem Jahreswechsel sind die Baustellen verschwunden.

Ortsdurchfahrt Erling

Das plötzliche Ende der ewigen Baustelle

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Wer hätte das gedacht? Die Ortsdurchfahrt Erling ist frei. „Wir wollen den Zeitplan bis Ende des Jahres einhalten“, hatte Christian Probst vom Staatlichen Bauamt Weilheim im Juni des zu Ende gehenden Jahres gesagt. Und genau so ist es gekommen.

Erling –  Damit ist auch für Ingenieur Benjamin Neudert aus Herrsching ein Riesenstein vom Herzen gefallen: „Wir sind genau in der Zeit, die wir damals berechnet hatten.“ Damals, das war August 2014.

Gefühlt war es nicht nur für die Erlinger eine Ewigkeit, sondern auch für all’ diejenigen, die die Ortsfahrt häufig nutzen. Umso größer die Freude, die im Rathaus allerdings noch nicht angekommen ist. „Man hört immer schnell die Klagen, dass sich jemand freut und etwas lobt, kommt seltener vor“, sagt Geschäftsleiter Max Pänzinger. Aber auch ihm fällt ein Stein vom Herzen. Dass am Ende sogar der Gesamtzeitplan eingehalten werden konnte, hat ihn überrascht. „Ich glaube, wir liegen sogar unter den Gesamtkosten von 1 050 000 Euro. Aber um das genau zu sagen, fehlt uns noch die Endabrechnung.“ Und die liegt er vor, wenn die Schlussarbeiten im Frühjahr beendet sind. Dazu zählen noch die Deckschicht auf der Starnberger Straße sowie die Oberbodenarbeiten. Die Abwasser- und Wasserbetriebe Ammersee (AWA) sind mit den Hausanschlüssen noch nicht ganz fertig.

„Wir können stolz sein, dass wir planmäßig fertig geworden sind“, freut sich Neudert. Die Baufirma habe im letzten Bauabschnitt Gas gegeben und auch samstags gearbeitet. Begonnen worden war mit dem Kreuzungsbereich an der alten Schmiede. Verzögerungen stellten sich im Abschnitt II mit dem Ausbau der Herrschinger Straße ein. Dort wurden die Hausanschlüsse erneuert, eine neue Trinkwasserleitung musste verlegt werden. Erschwerend kam hinzu, dass es während der Arbeiten keine Umleitung gab. Die Baufelder konnten nur schachbrettmusterartig eingerichtet und der Verkehr per Ampelschaltung daran vorbeigeleitet werden. „Das hat die Arbeiten nicht erleichtert“, sagt Neudert. Die letzte Deckschicht konnte er im Herbst aufgetragen werden, da war der Abschnitt III an der Kreuzung zur Kreisstraße nach Starnberg schon fertig.

Die Umleitung über die Mühlstraße und damit die Möglichkeit, bei den Arbeiten auf der Starnberger Straße eine halbseitige Sperrung vorzunehmen, ermöglichte der Baufirma, die an der Herrschinger Straße verlorene Zeit wieder aufzuholen. Auch hier wurden Wasser- und Abwasserleitungen mit erneuert und ein neuer Gehweg gebaut. „Mit Platten und nicht asphaltiert“, sagt Pänzinger, der sich an die schwierige Diskussion darüber erinnert. „Ich denke, das war eine gute Entscheidung, weil man doch immer wieder in den Boden rein muss.“ Mit Platten konnten die aufgrissenen Löcher leicht und sauber wieder geschlossen werden.

„Um die abschließende Deckschicht auf der Starnberger Straße auftragen zu können, brauchen wir konstant fünf Grad Celsius“, erklärt Neudert, „sonst bröckelt uns die Schicht weg.“ Diese Arbeiten können deshalb wohl erst im Frühjahr gemacht werden. Während sich alle Autofahrer jetzt schon freuen dürfen, können dann auch die Radfahrer jubeln, weil mit der Straßenmarkierung auch ein Radlschutzstreifen entlang der Ortsdurchfahrt aufgetragen wird.

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