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Symbolbild

Bei Diesel-Fahrverboten:

Mehr als jedem vierten Autofahrer droht Verbannung

Würde München ein Diesel-Fahrverbot verhängen, hätte dies massive Auswirkungen auf Autobesitzer im Landkreis Starnberg. Fast 23 000 Pkw wäre dann der Weg in die Landeshauptstadt versperrt – das würde mehr als jeden vierten Autofahrer treffen.

Landkreis– Diesel-Besitzer sind derzeit nicht zu beneiden: Sie werden als Umweltsünder beschimpft, schräg angeschaut, von manchen belächelt und müssen sich auch noch mit der Aussicht auf Diesel-Fahrverbote in der näheren Umgebung herumschlagen. Ein solches Fahrverbot könnte zwischen 23 000 und 31 000 Autobesitzer im Landkreis Starnberg direkt betreffen – je nachdem, welche Schadstoffklassen zum Stillstand verdonnert werden. Das „Wie“ ist allerdings längst nicht sicher, denn Fahrverbote würden vermutlich nach dem tatsächlichen Schadstoffausstoß verhängt, nicht nach der Euro-Einstufung. Selbst Euro-6-Diesel scheitern an den im Raum stehenden Vorgaben.

Derzeit gibt es im Landkreis 84 630 Pkw, von denen nach aktuellen Zahlen des Landratsamtes 30 818 einen Dieselmotor haben. Von den Dieseln wiederum fallen 3129 in die Schadstoffklassen Euro 1 bis Euro 3, sind also eher Abgasschleuder als Öko-Wagen. Fahrzeuge dieser Klassen dürfen derzeit schon nicht in die Umweltzone in München. Die Stufe Euro 4 haben 7099 Fahrzeuge, meist Autos, die schon viele Jahre auf den Achsen haben. Am weitesten verbreitet ist die Stufe Euro 5 mit 12 678 Pkw. Noch ist nicht ganz klar, wie ein Diesel-Fahrverbot – wenn es denn kommt – ausgestaltet wäre. Einige vermuten, dass dann nur noch Euro-6-Diesel nach München dürften, von denen es derzeit im Landkreis 7912 gibt. Immerhin: Jeder vierte Diesel ist damit einer der offiziell umweltfreundlichsten Sorte, wenn er nicht gerade manipuliert war.

Apropos manipuliert: Den größten Marktanteil bei Dieseln im Kreis hat VW (6839) vor BMW (5474) sowie Audi (3578) und Mercedes (2683). Diesel-Porsche sind mit 260 eher die Ausnahme.

Rechnet man das zusammen, zeigt sich: Von einem Fahrverbot für ältere Diesel wären 27,1 Prozent der Autos im Landkreis betroffen. Dürfte auch Euro 6 nicht mehr fahren, wären es 36,4 Prozent der Pkw. Für Pendler könnte das zu einem handfesten Problem werden.

Bei Lkw übrigens ist erkennbar, dass Fahrzeuge länger genutzt werden als Pkw. Insgesamt sind 3538 Diesel-Lkw registriert, was fast 80 Prozent aller Lkw entspricht. 1458 haben Euro 1 bis Euro 3, ein einziger die Schadstoffklasse Euro 4 und 1493 die Klasse Euro 5. In der angeblich saubersten Stufe Euro 6 sind 586 Lastwagen registriert.

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