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Bilanz für den Landkreis Starnberg

Supersommer bringt Bauern Rekordernten

Die Landwirte im Fünfseenland hatten in einem trockenen Jahr noch Glück - und können bei einigen Sorten Rekordernten einfahren.

Landkreis/Frieding – Der Klimawandel wirkt sich im Landkreis Starnberg positiv auf den Landwirtschaftsertrag aus. Der Trend geht weiter zu Bio, ein Experiment mit Sojabohnen war erfolgreich und wird fortgesetzt. So lautete die Bilanz des Bayerischen Bauernverbands (BBV) am Dienstag während seiner ersten Erntefahrt im Herbst. Normalerweise lädt der BBV im Juli ein. Dann wisse man aber nicht, wie die Ernte gelaufen sei, erklärte Kreisobmann Georg Zankl den neuen Termin.

In Sachen Dürreschäden kamen die Landkreisbauern mit einem blauen Auge davon. Wohl lag der in Rothenfelds Wetterstation gemessene Niederschlag bis November mit 779 Litern unter dem langjährigen Durchschnitt von 944, im Vergleich zu 408 Litern in Mittelfranken dürfen die Landkreisbauern aber mit der natürlichen Bewässerung ihrer Felder zufrieden sein. Sonderzahlungen für Trockenheitsgeschädigte müssten im Landkreis nicht ausbezahlt werden, ergänzte Thomas Müller, Geschäftsführer des Bauernverbandes, die Regenstatistik.

Entsprechend zufrieden waren die anwesenden Landwirte mit dem Ernteertrag. Allerdings gilt das nicht für alle Sorten: Die Ausbeute bei der Wintergerste sei aufgrund der trockenen Witterung im Winter und Frühling „katastrophal“, sagte der Friedinger Landwirt Thomas Berchtold. Auch die neue Saat wachse nur spärlich an, wie ein Blick auf Berchtolds Gerstenfeld bewies. Dafür profitierten Mais und die Sojabohne mit einer „rekordverdächtigen Ernte“ von den langen Sonnenphasen zwischen den Niederschlägen. Der Weizenertrag sei „mittelgut“, und im Grünland seien lediglich fünf statt sechs Schnitte möglich gewesen.

Öko-Trend hält an

Alles in allem nimmt die Zahl an ökologisch arbeitenden Landwirten zu, das zeigt ihr Anteil von 14 Prozent. Und in dieser Hinsicht ist der Mais besser als sein Ruf. Landwirt Stefan Dellinger: „Den müssen wir nur einmal spritzen und düngen.“ Auch Sojabohnen benötigten weniger Spritz- und Düngemittel. Außerdem vertrage die Pflanze die intensive Sonnenbestrahlung besser. „Wir stellen unseren Anbau auf die Trockenheit ein“, resümierte Zankl.

Insgesamt bereitete der Klimawandel den anwesenden Landwirten kaum Sorgen. „Bei uns sind die Folgen nicht unbedingt negativ, sondern eher positiv“, so Zankl. Beispielsweise könne die Ernte zwei Wochen früher als in seiner Kindheit eingebracht werden. Weil die Felder bereits Anfang August oder September leer stehen, sei vor der Wintersaat die in den Boden eintragende Zwischenfrucht mit drei verschiedenen Pflanzen möglich.  mk

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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