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Ehrende und Geehrte: Thomas Blasi, Bürgermeisterin Anna Neppel, Bernd Schuster, Elisabeth Albrecht, Karl Lechner, Steffi Pfänder, Josef Albrecht, Michael Feigl, Thomas Goldau und Landrat Karl Roth (v.l.).

Blaskapelle Erling-Andechs

Mit Euro-Fanfare in den Frühling

Die Blaskapelle Erling-Andechs hat im Florianstadl ihr Frühjahrskonzert gegeben. Unter den Zuhörern waren auch zahlreiche Ehrengäste.

Andechs Mit Trommlerzug und einer schmetternden Euro-Fanfare eröffnete die Blaskapelle Erling-Andechs ihr Konzert im Florianstadl. Unter den Ehrengästen war nicht nur Landrat Karl Roth zu sichten, der nach seinem Taiwan-Besuch nebst Stellvertreter Georg Scheitz wieder Zuflucht in heimischen Gefilden sucht, sondern auch die beiden Bürgermeisterinnen Anna Neppel und Christine Hirschberger. Pater Valentin Ziegler und Pater Anno Bönsch vertraten die Geistlichkeit aus dem Kloster. Besonders gefreut haben sich die Musiker über die Anwesenheit der ehemaligen Erlinger Blasmusiker, die als Ruheständler das Konzert von der Empore aus genießen konnten.

Besonders begrüßt wurde darüber hinaus der Vorsitzende des Musikbundes, Bezirksdirigent Bernd Schuster, der eigens gekommen war, um verdiente Musiker zu ehren. Allen voran Karl Lechner, der das erste Tenorhorn spielt und seit 26 Jahren Vorsitzender der Blaskapelle Erling-Andechs ist. Er hat den Trommlerzug gegründet, sich für einen Probenraum eingesetzt, die Gruppe der Jungmusikanten aus der Taufe gehoben und er engagiert sich seit 1992 als Delegierter des Blasmusikverbandes Oberland im Musikbund.

Nach dem gelungenen Konzertauftakt – launig moderiert von Helmut Graf – mit einem österreichischen Hoch auf das Leben ging die musikalische Reise zunächst mit einer temperamentvollen Granada-Fantasie nach Andalusien, bevor drei Songs aus dem Musical Grease in die Petticoat-Zeiten der USA entführten. Spätestens hier hat das Publikum erkannt, dass die Erlinger nicht im Bierzelt-Humtata steckengeblieben sind, sondern dass diese Musikanten sich auf das Beste mit den ehrlichen Wurzeln der Volksmusik verbinden, um in die Moderne abzuschweifen. Polkas, Walzer, Tänze, Märsche standen also im spannungsvollen Wechsel mit fetzigen Medleys aus Musicals und Schlagern, dazwischen auch mal ein romantisches Stück zum Wegträumen.

Dirigent und Vollblutmusiker Andreas Wurzer hat alle Register gezogen und versteht es offenkundig, sein Orchester zu Höchstleistungen anzutreiben. Tempo, Prägnanz bei den Rhythmen, schlagkräftige Akzente und großes Einfühlungsvermögen, vor allem bei den „Bohemien Lovers“, die auf Trompete und Flügelhorn seelenvoll Träumerisches erklingen ließen. Als Höhepunkt erwies sich der Zusammenschnitt von Robin-Williams-Evergreens, der das Publikum mitriss.

Der Auftritt der Jugendkapelle unter der Leitung von Matthias Schroll hat bewiesen, dass sich Üben lohnt und noch viel Entwicklungspotenzial drin steckt. Knapp 50 Mitwirkende haben in den vergangenen Wochen viel Fingerübungen hingelegt, Zeit investiert und fleißig geprobt. Alles neben der Arbeit. Davor muss man den Hut ziehen. Astrid Amelungse-Kurth

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