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Hoffen auf viele Stimmen: Die CSU-Granden (v.l.) Michael Kießling, Professor Angelika Niebler, Karl Roth, Dr. Ute Eiling-Hütig, Harald Schwab, Professor Ursula Männle, Ilse Aigner und Stefanie von Winning. 

Neujahrsempfang

CSU baut auf Einigkeit: „Zusammen sind wir unschlagbar“

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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner war Ehrengast beim Neujahrsempfang der Landkreis-CSU im Klostergasthof in Andechs. Kreisvorsitzende Stefanie von Winning äußerte in ihrer Rede Kritik am Erscheinungsbild der Partei in der jüngeren Vergangenheit.

Landkreis – Hinter der CSU liegen schwere Wochen und Monate. Vom Wähler bei der Bundestagswahl abgestraft, im öffentlichen Machtkampf aufgerieben, zuletzt mit desaströsen Umfragewerten gepeinigt – da tut es gut, in einem zwanglosen Ambiente unter sich zu sein, sich locker zu unterhalten, Andechser Spezialitäten zu genießen und Reden von Stärke, Zusammenhalt und Erfolg zu hören.

Etwa 400 Mitglieder und Freunde der CSU trafen sich am Freitagabend zum Neujahrsempfang des Kreisverbandes im Klostergasthof in Andechs. „Mäßig bis saumäßig“ sei das Ergebnis der Bundestagswahl gewesen, blickte Kreisvorsitzende Stefanie von Winning auf den vergangenen September zurück. „Und die Wochen danach waren auch nicht erfreulich“, sagte sie mit Blick auf die innerparteilichen Diskussionen.

Selbst, dass ihr Ehrengast an diesem Abend, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, kam, erfüllte von Winning nicht mit uneingeschränkter Freude – was allerdings ausschließlich mit den Koalitionsverhandlungen in Berlin zusammenhängt. Aigner gehört wie auch die Europaabgeordnete Professor Angelika Niebler der CSU-Verhandlungsdelegation an – die konnte aber noch nicht zu Potte kommen, weil es bei der SPD hakt. Von Winning: „Hoffen wir alle, dass Ilse und Angelika möglichst schnell wieder nach Berlin fahren.“

Auch Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig blickte kritisch zurück. Die Stimmung in der Fraktion sei in den Wochen vor Weihnachten schlecht gewesen. „Vieles ist richtig, aber vieles auch falsch gelaufen.“ Dabei steht für die Politikerin aus Feldafing fest: „Wenn wir nicht geschlossen marschieren, nutzt uns die gute Politik auch nichts.“

Auch Ilse Aigner warb entschieden für Geschlossenheit innerhalb der CSU. „Wenn wir zusammenhalten, sind wir unschlagbar“, sagte sie am Ende ihrer Rede. Und mit Blick auf die Landtagswahl am 14. Oktober betonte sie: „Wahlen werden in Oberbayern gewonnen – und auch verloren.“ Von Schwarzmalerei war von ihr zuvor aber nichts zu hören, im Gegenteil.

Aigner verteilte Seitenhiebe auf die FDP („Sie stiehlt sich aus der Verantwortung, das darf man ihr nicht durchgehen lassen“) und die SPD („Wenn man mitgestalten kann, muss man auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen“). Sie verteidigte die CSU-Positionen beim Familiennachzug („Da wird es mit uns keine Kompromisse geben“), der Steuerpolitik („Wir wollen Leistungsträger nicht drangsalieren“) und der Bürgerversicherung („Wir wollen nicht die Axt anlegen an ein gut funktionierendes System“). Und sie stellte die Schwerpunkte der Regierungsarbeit dar: Ausbau der Bildung und des Nahverkehrs, Förderung von Mütterrente und Wohnungsbau, Investitionen in und für die Wirtschaft. Ein Abend ganz nach dem Geschmack der CSU.  ps

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