Bergab an der rechten Seite haben Landratsamt und Staatliches Bauamt einen Radweg vorgesehen. Aktuell wurden die Grundeigentümer angeschrieben. Treten sie Flächen nicht freiwillig ab, muss ein Planfeststellungsverfahren angestoßen werden.
+
Bergab an der rechten Seite haben Landratsamt und Staatliches Bauamt einen Radweg vorgesehen. Aktuell wurden die Grundeigentümer angeschrieben. Treten sie Flächen nicht freiwillig ab, muss ein Planfeststellungsverfahren angestoßen werden.

Radweg zwischen Erling und Herrsching

„Eine wichtige Geschichte“

  • vonAndrea Gräpel
    schließen

Vor mehr als 20 Jahren gab es schon mal Bemühungen, an der Staatsstraße zwischen Erling und Herrsching einen Radweg zu bauen. Bürgermeister Georg Scheitz freute sich im Gemeinderat in Andechs am Dienstag, dass erste Schritte unternommen wurden, um diesen Radweg nun umzusetzen. Sein Amtskollege aus Herrsching reagiert verhalten. „Wir würden es uns alle wünschen“, sagt aber auch Christian Schiller. Besonders im Hinblick auf den Bau des Gymnasiums in Mühlfeld.

Erling/Herrsching - Tatsächlich hat das für den Radwegebau dort zuständige Staatliche Bauamt in Weilheim bereits alle Grundeigentümer angeschrieben – 17 auf Herrschinger Seite, nur acht sind es auf Erlinger Flur, obwohl die Strecke zu 80 Prozent zum Klosterdorf gehört. „Die Planung steht“, bestätigt Silke Schweigler. Sie wartet allerdings noch auf Rückmeldungen von einigen Grundeigentümern. Idealerweise müssten sie zustimmen, Grund freiwillig abzutreten.

Schiller ist in dieser Angelegenheit ein gebranntes Kind. Genau daran scheiterte bislang ein Radwegebau zwischen Breitbrunn und Herrsching. Auch der sicher geglaubte Bau wenigstens eines Teilstücks vom Winkelweg in Breitbrunn bis zum Sportplatz liegt aktuell auf Eis, weil eine Grundeigentümerin ihre Bereitschaft, Fläche abzutreten, kurzfristig zurückzog (wir berichteten). Hinzu komme, dass es im Herrschinger Bereich der Staatsstraße zwischen Erling und Herrsching zum Teil dieselben Anlieger seien wie auf der Strecke nach Breitbrunn, sagt Schiller. Trotzdem eine „spannende Sache“.

„Für uns ist das vor allem eine wichtige Geschichte“, sagte Scheitz am Dienstag seinen Ratskollegen. Er baue auf die Grundeigentümer, dass diese einwilligen. Dann könne die Planung schon bald vorgestellt werden. Willigen die Grundeigentümer allerdings nicht ein, müsste ein vor allem zeitlich überaus aufwendiges Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt werden, weiß Schiller. Scheitz wirkte am Dienstag jedoch optimistisch.

Der Zeitplan hänge zum großen Teil von den Grundeigentümern ab, bestätigt Silke Schweigler auf Nachfrage des Starnberger Merkur. „Als Realisierungsbeginn hat der Landkreis das Jahr 2022 im Auge“, sagt auch Kreissprecher Stefan Diebl. Freilich abhängig von den Verhandlungen. Auch eine Stellungnahme des Naturschutzes stehe noch aus. „Wir rücken durchaus auch mal von der geplanten Strecke ab.“ Was bedeutet, dass die Trasse um sensible Bereiche unter Umständen herumgeführt werden könnte. Geplant ist die Strecke auf 2,5 Meter Breite plus Bankett und Trennstreifen entlang der Hangseite.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare