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„Ich würde mich wieder genauso entscheiden“: Frater Thomas erneuerte vor Abt Johannes auf den Tag genau nach 50 Jahren in Andec hs seine Profess.

Profess in Andechs

Das Glück eines Klostergärtners

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Andechs - "Der Dienst als Gärtner hat mich wirklich reich gemacht", sagte Frater Thomas zu seinem 75. Geburtstag im Februar. Nun konnte er in der Wallfahrtskirche seine 50. Profess feiern und erhielt von Abt Johannes Eckert den Altersstab.

Für Frater Thomas Schmidt steckt das Jahr 2016 voller Jubiläen. Erst im Februar feierte der langjährige Klostergärtner seinen 75. Geburtstag. Nach dem Tod von Pater Coelestin Stöcker an Ostern ist er damit der älteste Mönch, der auf dem Heiligen Berg in Andechs lebt. In einem feierlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche erneuerte der Frater am Samstag nun seine Profess und bekräftigte damit sein Versprechen, das er auf den Tag genau vor 50 Jahren auf dem Heiligen Berg gegeben hatte: Beständigkeit, Gehorsam und klösterlichen Lebenswandel in Andechs.

Abt Johannes Eckert hob hervor, dass sich Frater Thomas bis heute um seine Schafe kümmert und sie ihn schon an seinen Schritten und an der Stimme erkennen, wenn er vom Kloster hinunter in den Garten kommt; wie er sie umsorgt, gerade wenn Nachwuchs unterwegs oder eines krank ist, oder ein besonders unternehmungslustiges Schaf wieder eingefangen werden muss. Als Hirte und Gärtner ist er einfache und schwierige Etappen seines klösterlichen Weges gegangen. „Das Schönste ist, dass du erst vor wenigen Tagen gesagt hast: ‚Ich würde mich wieder genauso entscheiden’“, sagte der Abt und überreichte Frater Thomas während des Gottesdienstes auch den Altersstab.

Der Altersstab ist für den Mönch ein sichtbares Zeichen und Erinnerung, dass Gott – wie der gute Hirte – mit seiner Gegenwart und seinem Erbarmen gerade im Alter trägt und stützt.

Viele Mitbrüder aus München und Andechs, befreundete Ordensmänner und -frauen und viele Verwandte, Bekannte, Freunde und Mitarbeiter der Klosterbetriebe waren zum Gottesdienst nach Andechs bekommen, um den bescheidenen Frater die Hand zu schütteln und Glück- und Segenswünsche zu überbringen. Diese ihm ungewohnte Rolle, im Mittelpunkt zu stehen, nahm Frater Thomas dankbar. Am besten aufgehoben fühlt er sich aber wohl bis heute bei seinen Schafen, die er nun schon seit 40 Jahren im Klostergarten hält. In gewissser Weise ist auch dies eine Profession, da er mit Schafen aufgewachsen ist, weil schon der Großvater ein Schäfer war.

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