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Besondere Leistung verdient besondere Ehrung: Kommandant Stefan Sedlmayr (l.), Bürgermeisterin Anna Neppel, Christian Kaiser (2.v.r.) und Martin Painhofer (r.) nahmen Ludwig Höllrigl in ihre Mitte. 

Freiwillige Feuerwehr Frieding

Kaminfeuer halten Retter auf Trab

Die Freiwillige Feuerwehr Frieding schreibt ein Rekordjahr. 

Frieding – 2018 fuhr die aktive Mannschaft 21 Einsätze – im Vergleich zum Vorjahr (14 Einsätze) eine „heftige Zahl“, wusste Kreisbrandmeister Peter Bauch in der Jahresversammlung, in der die Friedinger Feuerwehrleute ein bewegtes Jahr Revue passieren ließen. „Letztes Jahr war wirklich viel los“, so Kommandant Stefan Sedlmayr. Zu acht Bränden waren die 38 Aktiven gerufen worden, zu fünf technischen Hilfeleistungen und zu sechs Absicherungen wie beim Mai-Umzug oder am Volkstrauertag.

Mitte April rückten 16 Mann zu einem Kaminbrand an der Hartstraße aus. Auch die Herrschinger Feuerwehr war mit ihrer Drehleiter vor Ort. Laut Kreisbrandleiter Bauch ein durchaus ernstzunehmender Trend: „Im Landkreis hatten wir letztes Jahr 15 Kaminbrände – das nimmt zu aufgrund der zunehmenden Holzbefeuerung.“ Die insgesamt ehrenamtlich geleisteten 898 Stunden galten jedoch nicht nur dem Ernstfall. Im Juni rückten die Aktiven nämlich zum Beispiel zur Brandschutzerziehung in den Kindergarten aus. „Die Kinder freuen sich dann schon immer, wenn die Väter mit Atemschutzanzügen kommen“, so Kommandant Sedlmayr. Immer wieder ein Höhepunkt im Feuerwehrjahr ist das ADAC-Fahrsicherheitstraining. Laut Vorstand Christian Kaiser eine lehrreiche Herausforderung: „Man glaubt es nicht, was das Auto bei regennasser Fahrbahn alles machen kann. Ich kann das nur empfehlen.“

Die Jugendmannschaft ist auf 16 Köpfe angewachsen und sucht derzeit einen neuen Leiter. Am Freitag legte Stefan Höllrigl sein Amt als Jugendwart aus persönlichen Gründen nieder. Die acht Buben und acht Mädchen suchen deshalb einen geeigneten Nachfolger. Aktuell werden sie von Michael Holzer und Kommandant Sedlmayr betreut. Einen Appell in eigener Sache startete der Kommandant an seine übungsmüde Truppe: „Die Übungsteilnahme beträgt nur 54 Prozent. Das ist zu wenig.“ Der Kommandant bat eindringlich um eine regere Teilnahme. Mit einem neuen Feuerwehrhaus ändert sich die Bereitschaft vielleicht. Das alte Feuerwehrhaus an der Widdersberger Straße ist schon lange zu klein. Eigentlich eine angebaute Garage bietet es den Feuerwehrleuten nur ein WC, von einer getrennten Umkleide können die Männer und Frauen nur träumen. Die Gemeinde stellt für ein neues Gerätehaus ein Grundstück an der Scheuertalstraße zur Verfügung. Kaiser rechnet 2020 mit dem ersten Spatenstich. Das haben sich die Friedinger redlich verdient. Bürgermeisterin Anna Neppel sprach dem Feuerwehrteam großen Dank aus – auch für das Ferienprogramm. „Das ist immer wieder eine super Veranstaltung.“

Die einzige Ehrung am Freitag galt Ludwig Höllrigl – und dies gleich mehrfach. Er wurde nicht nur für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt, sondern auch für sein Engagement als Fahnenbegleiter (seit 1996) und als erster Gerätewart (seit 1995).

Nilda Höhlein 

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