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Vor knapp einem Jahr wurde die Haushofer-Stele der Öffentlichkeit präsentiert: Historiker Dr. Toni Aigner, Bürgermeisterin Anna Neppel (Mitte) und Bildhauerin Franziska Ghirardo.

Gedenken an die Unterstützer von Albrecht Haushofer

Stele für die Helden von Machtlfing wird enthüllt

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Lebendiges Gedenken: 73 Jahre, nachdem die SS nach Machtlfing kam, enthüllt die Gemeinde eine Stele für die Helfer des Widerstandskämpfers Albrecht Haushofer.

Machtlfing – Am 18. September 1944 traf in Machtlfing ein SS-Kommando ein, um nach Albrecht Haushofer zu suchen, der an den Attentatsplänen gegen Adolf Hitler am 20. Juli beteiligt war. Er tauchte in seiner bayerischen Heimat unter. In der Nähe des Hartschimmelhofes, dem Besitz seiner Familie, suchte er Zuflucht, zuerst in Kerschlach bei den Tutzinger Missionsbenediktinerinnen. Als es dort für ihn zu gefährlich wurde, nahm ihn die Familie von Dr. Martin Otto, unterstützt von gleichgesinnten Machtlfingern, auf.

Haushofer gelang es zu fliehen, sich auf eine Alm bei Garmisch durchzuschlagen, wo er später entdeckt und in das Berliner Gefängnis Moabit gebracht wurde. In den letzten Kriegstagen wurde er von einem SS-Kommando erschossen. Dr. Otto, seine Frau Elisabeth sowie Schwester Symphorosa wurden verhaftet und kamen nach KZ- und Gestapo-Haft körperlich gebrochen zurück.

Den Machtlfinger Bürgern wird mit einer Stele von Franzikas Ghirardo und Franz Nickel gedacht. 73 Jahre nach dem Eintreffen des SS-Kommando, am 17. September, wird diese Stele um 11 Uhr feierlich enthüllt. Begleitend wird in der Alten Schule eine Ausstellung „Albrecht Haushofer“ zu sehen sein. 

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