Die Grundschüler sprühten vor Ideen: Schulleiterin Brigitte Ruckdäschel, Bürgermeister Georg Scheitz und Geschäftsleiter Michael Kuch sind begeistert, was die Kinder in kurzer Zeit zum Thema Bewegungsparcours gebastelt, gemalt oder zusammengeschrieben haben.
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Die Grundschüler sprühten vor Ideen: Schulleiterin Brigitte Ruckdäschel, Bürgermeister Georg Scheitz und Geschäftsleiter Michael Kuch sind begeistert, was die Kinder in kurzer Zeit zum Thema Bewegungsparcours gebastelt, gemalt oder zusammengeschrieben haben.

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Grundschüler entwerfen Sportspielplatz

  • VonAndrea Gräpel
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Schon bei der Planung der neuen Schulturnhalle hatte sich der Andechser Gemeinderat Gedanken über entsprechende Außenanlagen gemacht. Dem Wunsch der Schule entsprechend, konnten sich die Räte im April auf einen Bewegungsparcours einigen. Damit dieser nicht am Kinderwunsch vorbei geplant wird, wurden die Grundschüler im Rahmen eines Ideenwettbewerbs in die Planung mit einbezogen.

Erling - Stolz präsentierte Schulleiterin Brigitte Ruckdäschel gestern das Ergebnis Bürgermeister Georg Scheitz. Neun Modelle sind in der Aula aufgestellt. An Stellwänden hängen zudem gemalte Vorschläge, zum Beispiel ein Kletterschiff von Willi aus der ersten Klasse. Etwa die Hälfte der 192 Schüler quer durch alle Jahrgänge hätten sich am Ideenwettbewerb beteiligt, sagte die Schulleiterin. Fast professionell sind die Brüder Leopold und Benedikt ans Werk gegangen mit Plan und 3D-Ansicht. Fast könnte man meinen, der Papa hätte mitgeholfen, aber Brigitte Ruckdäschel ist sicher, dass sich die beiden Seilbahn, Klettersteinhaufen, Drachen und Co. allein ausgedacht und zu Papier gebracht haben: „Das sind echte Tüftler.“

Andere Schüler wünschen sich eine Rohrrutsche, fast alle haben eine Kletterwand im Parcours, viele ein Schwimmbad. „Wir werden uns wohl von allen etwas aussuchen“, sagte die Schulleiterin, ein Projekt allein werde es eher nicht. Der Bürgermeister war begeistert, kam aus dem Staunen nicht mehr raus: „Super. Das ist genial, eine tolle Gschicht“, sagte Scheitz.

Wie berichtet, hatten sich weder Lehrer noch Schüler für ihre Außenanlage Laufbahn und Sprunggrube gewünscht – dafür gäbe es das Sportgelände des TSV Erling. Auch Scheitz konnte sich viel besser einen Parcours vorstellen „von der Natur in der Natur“. Der Gemeinderat stellte schließlich im Haushalt 20 000 Euro dafür zur Verfügung. „Spenden haben wir auch bekommen“, sagte der Bürgermeister gestern. Zum Ideenwettbewerb hatten Schule und Gemeinde im Mai aufgerufen.

Die Schüler durften ihre Ideen aufschreiben, malen oder in einem Modell darstellten. „Die Vorgabe war, dass es umsetzbar sein muss, nicht nur Spiel, sondern auch Sport dient und es muss aus natürlichen Materialien sein“, erklärte Brigitte Ruckdäschel gestern, als sie Scheitz und Geschäftsleiter Michael Kuch all die Plakate und Modelle zeigte. Aus dem Rahmen fiel dabei nur ein Modell aus Metall, das ein Labyrinth darstellt. Scheitz musste lachen, denn er war sich sicher, das „kann nur der Sohn eines Spenglers gemacht haben“. Begeistern konnte sich der gelernte Landwirt Scheitz auch für den Hasenparcours eines Schülers, der auf seinem Plan erklärend hinzugefügt hatte: „Rumrennen und Hasen anschauen.“

Die Pädagogin Ruckdäschel findet es wichtig, dass die Kinder mitarbeiten dürfen, „umso mehr schätzen sie es hinterher“. Die Qual der Wahl haben aber nun die Erwachsenen. Eine Jury soll entscheiden, welche Ideen umgesetzt werden sollen. Zu dieser Jury sollen neben Brigitte Ruckdäschel und Bürgermeister auch der Schulreferent des Gemeinderats, Robert Klier, Vertreter des Elternbeirats und Lehrer. Die Schulleiterin ist sicher: „Es steckt noch ein bisschen Arbeit darin.“ Aber sie freut sich drauf, genauso wie sich drauf gefreut hatte, die Kinder nach dem Lockdown endlich wieder zu sehen.

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