Krebsgefahr: Warnung vor Medikamenten, die viele täglich nehmen - Ausmaß größer als befürchtet

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Wo künftig das Leergut lagert, erläutern Betriebsleiter Alexander Reiss (r.) und kaufmännischer Leiter Christian Rieger die Abläufe in der neuen Andechser Brauereihalle.

Umbau wegen Lagerproblem

Klosterbrauerei Andechs bald sparsamer und ohne nasse Füße 

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Die Klosterbrauerei Andechs hat ein Lagerproblem. Um das vom Hals zu bekommen, investiert der Wirtschaftsbetrieb der Benediktinerabtei St. Bonifaz München und Andechs 12 Millionen Euro in den Bau einer neuen Halle.

Andechs – Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Ende September ist die Inbetriebnahme geplant. Drei Wochen geben sich die Betriebsleitung und die Technik dann Zeit für die Feinjustierung, bevor Vollleistung gefahren wird.

Wer das Gelände der Klosterbrauerei betritt, wird schier erschlagen von haushoch aufgetürmten Paletten mit Leergut – leere Flaschen in Tragerln und Fässer. Jede freie Fläche rund um die Brauerei und die Hallen mit Vollgutlager sowie Flaschenwäscherei und -füllerei wird vom Leergut beansprucht. Das birgt einige Probleme, nicht nur logistischer Art. Wenn im Winter bei Frost die eiskalten Flaschen in die Waschanlage kommen, halten nicht alle den plötzlichen Wechsel von der Kälte in die heiße Waschlauge aus. Leergut ist ein kostbares Gut – und saisonal auch ein Mangel-Gut. In Hitzeperioden, wenn der Getränkeabsatz steigt, klagen alle Brauereien über zu spät vom Verbraucher zurückgegebenes Leergut. Ganz abgesehen vom so genannten Fremdgut. Das sind Flaschen, die von einer anderen Brauerei stammen und in Andechs nicht wiederverwendet werden können. Das Fremdgut wird laut Betriebsleiter Alexander Reiss aussortiert und an eine Spezialfirma zur Verwertung weitergereicht. „Dafür bekommen wir bis zu fünf Cent pro Flasche“, sagt Reiss, „besser als gar nichts.“ Der Verbraucher zahlt bekanntlich acht Cent Pfand für die Bierflasche.

Die neue Halle soll die logistischen Probleme lösen und insgesamt zur Wirtschaftlichkeit der Betriebsabläufe beisteuern. „Es geht aber nicht um eine Expansion der Produktion“, erklärt kaufmännischer Leiter Christian Rieger.

Neubau auf 2500 Quadratmetern ist auf alte Halle aufgestockt

Der etwa 2500 m² große Neubau ist direkt an die alte Halle (3200 m²) angedockt. In dem Neubau wird das Leergut gelagert (die alte Halle dient künftig als Vollgutlager). Im hinteren Teil der Halle werden die neue Flaschenwäscherei und die Füllanlage eingebaut. Letztere wird eine Leistung von 24 000 Flaschen pro Stunde haben und damit genau so leistungsfähig sein wie die alte. Allerdings soll künftig ein Schichtbetrieb möglich sein. Damit könnte in Zeiten höheren Absatzes die Produktion entsprechend angepasst werden. Grundsätzlich soll der jährliche Ausstoß bei 100 000 Hektoliter Bier gehalten werden, so Rieger.

Das Bier wird mit der neuen Anlage günstiger produziert. Der Stromverbrauch wird je Liter bei 0,034 Kilowattstunden (bisher 0,046 kWh) liegen, der Wasserbrauch bei 0,36 statt bisher 0,66 Liter. Zur Energieeffizienz gehört auch die Beheizung der Halle. Das passiert mittels Betonkernaktivierung und Fußbodenheizung. Der Vorteil: Die Vorlauftemperatur liegt niedriger als bei herkömmlichen Fußbodenheizungen, nämlich unter 40 Grad. Die Hallenlüftung arbeitet mit Wärmerückgewinnung.

Die Brauereimitarbeiter erhalten einen komfortableren Arbeitsplatz. Im Hallenteil mit Waschanlage und Füllerei neigt sich der Fußboden zu einem ausgeklügelten System von Gullys ab. Die sind, ähnlich wie ein Syphon in der Küche oder im Badezimmer, mit einem Geruchsabscheider ausgestattet. Zudem sorgen sie dafür, dass die Mitarbeiter in diesem Bereich der Brauerei nie mit den Schuhen im Wasser stehen.

Der modernisierte Betrieb wird mit weniger Personal auskommen. „Es gibt deshalb aber keine Kündigungen“, versichert Reiss. Die Klosterbrauerei ist eher auf Mitarbeitersuche – nicht leicht in der Branche. Deshalb bildet man am Fuße des Heiligen Berges Brauer selbst aus.  

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Im April 2018 war der Spatenstich, im September diesen Jahres soll es fertig sein: Das Andechser Kinderhaus nimmt Formen an. Mit der Kostenentwicklung ist die Gemeinde bisher ebenfalls zufrieden.

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